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Mineralien- und Mathematikmuseum

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Öffnungszeiten

1. Februar bis 30. April täglich von 11 bis 16 Uhr
1. Mai bis 31. Oktober täglich von 11 bis 17 Uhr
1. November bis 15. Dezember geschlossen

Führungen für Gruppen und Schulklassen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Terminabsprache möglich.


Eintrittspreise

Erwachsene...........................................................5,00 EUR
Erwachsene mit Kurkarte............................................4,50 EUR
SchülerInnen (ab 6 Jahren), Schwerbehinderte,
StudentInnen, Wehr- und Zivildienstleistende.......................3,00 EUR
Gruppe Erwachsene ab 10 Personen................................ 4,00 EUR
Schülergruppen (Schulklassen) ab 10 Personen......................2,50 EUR
Familienkarte ohne Begrenzung der Kinderzahl...................12,00 EUR

Führungen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Terminabsprache möglich (jeweiliger Eintrittspreis plus Führungsgebühr, unabhängig von der Gruppengröße)

Die Gebühr für Führungen beträgt 25 Euro zusätzlich zum Eintrittspreis.
Es werden Spezialführungen für Mineralienliebhaber und Mathematik-Interessierte angeboten.

Aufzug am nördlichen Ende des Museums
Auch Gehbehinderte können die Räume des Museums im ersten und zweiten Stock gut erreichen

Adresse

Museum für Mineralien und Mathemathik
Schulstr. 5
77789 Oberwolfach

Lage des Mineralienmuseums

Anfänge

Die Anfänge von Verein und Museum liegen im Jahr 1985. Damals fand in der Oberwolfacher Gemeindehalle eine Ausstellung mit Mineralien aus dem Schwarzwald statt. 17 Mineralienfreunde zeigten in mehr als 50 Vitrinen Ausstellungsstücke aus ihren Sammlungen. Viele Besucher sprachen den Wunsch nach einer permanenten Ausstellung aus.

Die Ortsverwaltung unterstützte diese Idee und so gründete sich Ende 1986 der Verein der "Freunde von Mineralien und Bergbau Oberwolfach e.V.". Das Museum wurde 1989, also etwa 2 Jahre nach der Gründung des Vereins, eröffnet. Seither hat es sich zu einem wahren Besuchermagneten im hinteren Kinzigtal entwickelt.

Da immer wieder Exponate dazu erworben werden konnten, manchmal ganze Sammlungen, wurde die Lage immer beengter. Lange schon gab es Erweiterungespläne, die allerdings so lange nicht realisiert werden konnten, wie das obere Stockwerk als Wohnung vermietet war. Ende 2007 zeichnete sich endlich ab, dass die Pläne in Angriff genommen werden konnten.

Im Jahr 2008 kam dann mit einer Wanderausstellung des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach (kurz MFO) ein neuer Aspekt dazu. Das Jahr 2008 war "Jahr der Mathematik" in Deutschland. Zu diesem Anlass hatte das MFO die Ausstellung IMAGINARY entwickelt, die zunächst in Berlin gezeigt, große auch internationale Beachtung gefunden hatte und dann auch in anderen Städten Deutschlads gezeigt wurde. Gesucht wurde im Anschluss nach einem ständigen Ausstellungsort. Verschiedene Möglichkeiten - auch in Oberwolfach wurden diskutiert.

Erweiterung zum MiMa

Kristallmodell Würfel
Kristallmodell Würfel Innerhalb des Modells ein Fluorit-Würfel

Schließlich wurde die Idee entwickelt, im Zuge des Ausbaus des Mineralienmuseums einen Teil der Ausstellungsfläche für die dauerhafte Ausstellung des MFO zu reservieren. Schnell fanden sich mit der Kristallographie eine Schnittfläche zwischen Mathematik und Mineralogie. Dies war die Geburtsstunde des MiMa - Mineralien- und Mathemathikmuseum Oberwolfach.

Die Mineralienausstellung

Vitrinenflucht im Obergeschoss
Vitrinenflucht im Obergeschoss

Schwerpunkt der Ausstellung im mineralogischen Teil des Museums sind die Mineralien der Grube Clara. Ihnen ist das ganze obere Stockwerk gewidmet - abzüglich der Ausstellungsfläche für die Mathematik.
Die Vitrinen wurden hierzu völlig neu geordnet. Waren die Stufen mit den Leitmineralen Baryt und Fluorit früher verteilt - z.T. noch in den alten Sammlungszusammenhängen - sind diese nun in zwei Hauptvitrinen zusammengefasst. So lassen sich die verschiedenen Kristallformen und -farben direkt miteinander vergleichen. Daneben gibt es Vitrinen, die besondere Funde von der Clara oder Seltenheiten zusammenfassen.
Als Raumteiler finden sich Mikromountvitrinen, in denen einzelne Stufen gezeigt werden, z.T. unter Vergrößerungsglas.

Eine der Vitrinen zeigt, welche Endprodukte aus den von der Sachtleben GmbH abgebauten Leitminerale hergestellt werden - u.a. aus Baryt Dämmmaterial in Autos, Strahlenschutzzusatz in Beton, Beimischung in Papieren höherer Glätte und Qualität etc; Fluorit in der Glasindustrie sowie in der Metallverhüttung zur Herabsetzung der Schmelzpunktes.

Im oberen Stockwerk befindet sich auch eine Vitrine mit Schmuck - Kameen, geschliffene Halbedelsteine, aus Schmucksteinen geschnittene Skulpturen - die alle von Schwarzwälder Fundorten stammen.

Mineralien im Dachgeschoss

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Eingangsbreich
Eingangsbreich Kasse und Verkaufsvitrinen

Im unteren Stockwerk finden sich Sammelvitrinen zu verschiedenen anderen historischen Gruben im ganzen Schwarzwald - z.B. Wittichen und Neubulach im mittleren Schwarzwald, aber auch aus den Revieren des Hochschwarzwaldes wie Wieden, Todtnau-Fahl und Schauinsland. Außerdem werden Bergwerksgezähe ausgestellt und es gibt ein UV-Kabinett.

In einem Medienraum werden Filme gezeigt z.B. über die Sachtleben AG und den Abbau untertage in der Clara.
Dort befindet sich auch eine Vitrine mit Exponaten aus Glashütten, die Bedeutung verschiedener Zusatzstoffe für Farben und Brechungsindizes von Gläsern werden erklärt.
Im selben Raum hängt eine kleine Mitgliedervitrine, in der künftig Mitglieder des Vereins besondere Glanzstücke ihrer Sammlung temporär ausstellen können.

Eine Bibliothek steht auf Anfrage zur Verfügung.

Im Kassenraum befindet sich Verkaufsvitrinen, die dauernd wieder aufgefüllt werden durch Kleinstufen, die uns aus aufgelösten Sammlungen zukommen. Der Erlös fließt in laufende Kosten und in den Ausbau der Sammlung des Museums.

Ausgestaltung des Hauptgeschosses

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Mineralien-Dauerausstellung

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Schnittflächen Mineralien-Mathematik

Cinderella
Cinderella Vielflächner aus dem kubischen Kristallsystem

Die Schnittfläche zwischen Mineralien und Mathematik wird besonders deutlich in Modellen von Kristallgittern, die zusammen mit den Mineralen gezeigt werden, die entsprechende Kristalle ausbilden, sowie mit der interaktiven Installation "Cinderella". Diese war in Teilen schon Bestandteil der Ausstellung IMAGINARY, die Software ist aber für das neue MiMa noch einmal anlassbezogen stark ausgebaut worden.
So können jetzt interaktiv atomare Prozesse nachvollzogen werden, die zu Kristallbildungen führen, Elementarzellen lassen sich darstellen, der "Flug" durch ein Kristallgitter lässt sich simulieren und - wie im Photo zu sehen, lassen sich innerhalb der verschiedenene Kristallsysteme die Anteile der verschiedenen Kristallflächen frei variieren, so dass alle möglichen Kombinationen von in der Natur vorkommenden Kristallformen dargestellt werden können, und vieles mehr ...

Insgesamt gibt es vier interaktive Installationen mit jeweils zahllosen Möglichkeiten, Mathematik in ästhetischer und räumlicher Struktur zu erfahren.
Sie sind im folgenden in Form von Photos dargestellt.

Noch einen Hinweis zum "Surfer" auf der Galerie. Das Programm, das die mathematischen Formeln in Körper umrechnet, steht auch als freier Download im Internet zur Verfügung unter: http://surfer.imaginary-exhibition.com.
Auf der Galerie befinden sich außerdem Poster mit besonders eindrucksvollen Darstellungen solcher Körper.
Die Körper, die im Programm "Surfer" erstellt wurden, sowie die Ornamente auf dem Touchscreen von Morenaments werden auf die Glasplatte im ursprünglichen Garbenloch der Tenne projiziert. Dort kann man die eigenen Kreationen dann anderen Gästen des MiMa präsentieren.

Wer sich gern einen eigenen Eindruck von den interaktiven Elementen der Ausstellung verschaffen möchte, benutze bitte diesen Link. ACHTUNG: Mozilla-Firefox neigt in der derzeitigen Version (Stand 31.01.2010) zu Abstürzen. In diesem Fall raten wir zum Internet-Explorer von Microsoft.

Mineralien und Mathematik

Die Kombination von Mineralien und Mathematik in einem Museum dürfte weltweit einmalig sein. Über den wissenschaftlichen Zusammenhang in der Kristallographie hinaus gibt es sicher auch ästhetische Gesichtspunkte, die die beiden Teilen des Museums verbinden.

Natürlich erhoffen wir uns von dieser Kombination auch neue Besucher/innen, die aufgrund der Berührungspunkte zwischen beiden über den ästhetischen Aspekt auch Zugang und vielleicht auch Freude und Interesse an der anderen Sphäre des Museums finden werden.

Platonischer Körper
6 ineinanderliegende Kristallformen schlagen die Brücke zwischen Mathematik und Mineralogie, Installation seit Sommer 2013

Wer gerne einen Blick in die Vergangenheit des Mineralienmuseums werfen möchte, findet die Photos vom alten Zustand sowie Texte auf der Archivseite. Dort sind auch frühere Sonderausstellungen sowie die Umbaumaßnahmen im Jahr 2009 dokumentiert.


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