Newsletter Mineralienhalde

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Auf dieser Seite finden sich seit dem 04.02.2008 nur die 10 aktuellsten Fundberichte. Die Reihenfolge ist umgekehrt chronologisch. D.h.: Der jeweils aktuellste Bericht findet sich direkt unter diesem bzw dem folgenden Abschnitt.
Ältere Berichte findet Ihr auf den jeweils durch Datum gekennzeichneten Archivseiten, dort in chronologischer Reihenfolge. Die Links dorthin befinden sich im letzten Abschnitt auf dieser Seite. Ältere Fundberichte werden generell nicht getilgt, da die Berichte u.U. für unerfahrenere Sammler einen Aufschluss darüber erlauben, was sie selbst in diesen Zeiträumen gefunden haben könnten.
Mitunter erreichen mich auch ältere Fundberichte, da sich die Auswertung der Funde aufgrund beruflicher oder familiärer Gründe verzögert hat. Diese Fundberichte werden zeitlich in die einmal aktuellen Fundberichte eingeordnet; d.h.: ggf. tauchen die dann "neu" auf den Archivseiten auf.

Newsletter No 193 vom 05.07.2020

Liebe Sammler/innen von Clara-Mineralien,
gestern am ersten Tag des ersten Halden-open für dieses Jahr (04.07.2020) war viel los auf der Clara. Schon morgens um 7:30 Uhr standen die ersten Unersättlichen (incl mir selbst) vor dem Tor, um Einlass zu bekommen (ab 9:00 Uhr). Im Lauf des Tages füllte sich das Areal - viele Familien darunter. Die Abstandsregeln wurden weitgehend eingehalten, von daher war das Covid-19-Management alles in allen gut. Außerdem habe ich mich gefreut über einige inzwischen mit mir gute bekannte /befreundete Sammler/innen, die ich gestern endlich mal wieder treffen konnte. Euch an dieser Stelle einen besonderen Gruß!

Was die Funde angeht - den besten (bekannten) Fund konnte wohl eine Familie machen, die noch nicht so gut mit der Materie vertraut war: Eine ansehnliche Druse mit Skorodit-xx in einer Größe von um die 1 cm, intensiv blau. Als weiteres Highlight gab es einen Fluorit-Fund mit großen xx - allerdings in einem Brocken von ca 100 kg. Bei weiteren Schlägen mit dem Hammer war mit Zerstörung der xx zu rechnen, daher wartet das gute Stück nun auf die Behandlung mit dem Trennschleifer.
Und nun zu den "normalen" Funden vom Samstag: Selbst konnte ich auf der Barythalde einen Fund mit sehr schönem Beudantit/Segnitit machen - eine Druse im Baryt - darin Barytblätter überzogen von einer Kruste aus Beudantit/Segnitit im Wechsel mit einzelnen xx - dazu weiteres Highlight nach Reinigung und unter dem Mikroskop: leuchtend grüne Pyromorphit-xx. Überhaupt war der Baryt an manchen Stellen durchsetzt von fein verteiltem bis massivem, wieder aus kleinen xx zusammengesetzten Nestern von Galenit. Dazu passen die Funde von Pyromorphit/Mimetesit. Außerdem konnte ich Fluorite mit KL um 1 cm auf Baryt-Kämmen finden, Malachit. Alles andere ist so klein (Verdachtsmaterial), dass ich es im Lauf der Tage erst mal unterm Mikroskop weiter erkunden muss. (Dazu Ergänzung nach erster Durchsicht: Langit/Posnjakit, Connellit, Karminit, Devillin, Linarit, Cornwallit, evtl. Brochantit; im Galenit eingebettet leuchtend kirschrote Körner - Proustit ?? - die Frage ist allerdings: Woher das As?).
Gesehen habe ich bei anderen Sammlern noch folgende Mineralien: Sehr schöne Duftit-xx. Erwähnt wurde weiter Cervantit.

Soweit meine Beobachtungen vom Samstag. Vielleicht gibt es noch Ergänzungen von Eurer Seite für den Samstag oder auch von heute Sonntag. Bin gespannt!
Euer Jörg Geißler

Newsletter No 192 vom 09.06.2020

Liebe Clara-Sammler/innen,
soeben hat mich ein Fundbericht von Sven und Kerstin Achmann erreicht, den ich gerne weitergeben will:

Hallo Jörg,
anbei ein kurzer (vorläufiger) Fundbericht unseres Besuchs auf der kleinen Sammlerhalde:
Am Mittwoch, dem 3. Juni statteten meine Frau und ich - spontan als coronabedingter Urlaub - der kleinen Sammlerhalde der Clara seit dem Sommer endlich mal wieder einen Besuch ab. An diesem Tag war es sehr warm und die Tickets alle ausverkauft. Heute waren augenscheinlich ein paar Brocken auf der Halde des Diagonaltrums und auf der Barythalde frisch aufgeschüttet worden.
Alles in allem konnten wir mit etwas Ausdauer und Geduld folgende Funde machen: Bariopharmakosiderit in rot, grün und sogar auf einem Stück in bläulich, Cornwallit in schönen Kugeln, Azurit undeutlich auskristallisiert, die von Jörg, Richard und Jürgen erwähnten limonitisierten Magnesitpseudomorphosen, Sellait, viele kleine Hämatitrosetten im Fluorit, schöne Agardite, Olivenite, Duftite und ein paar (Belegstücke) Klinoklasrosettchen.
Zuhause konnte ich als vermeintliches Highlight unter dem Mikroskop noch braunrote Sternchen auf covellinüberzogenem Chalkopyrit entdecken, welche ich noch näher untersuchen lassen möchte. Meine Frau fand außerdem noch neongelbe Kügelchen, die wir ebenfalls noch analysieren lassen wollen.
Am Freitag (5. Juni) war kaum neues Material da und das alte vermeintlich nur etwas zusammengeschoben oder umgedreht worden. Außerdem schüttete es ziemlich, sodass wir an diesem Tag nur sehr wenig bis fast gar nichts Interessantes finden konnten - mit einer Ausnahme: Auf dem Rückweg zu meinem Grabloch leuchtete mich aus einer großen Pfütze schon gut sichtbar die typische blaugrüne Klinoklasfarbe an. Nachdem ich das Stück gewaschen hatte, freute ich mich sehr über eine kleine Stufe mit sehr guten, teils freistehenden Klinoklas, welche mir den ansonsten eher ungemütlichen Fundtag dann doch noch versüßten.
Alles in allem waren es wieder ein paar schöne und auch erholsame Tage im Schwarzwald mit gar nicht mal so schlechten Ergebnissen.
Liebe Grüße
Sven und Kerstin Achmann

Newsletter No 191 vom 03.06.2020

Liebe Clara-Sammler/innen,

am Di, 02.06., war ich für dieses Jahr zum ersten Mal auf der Sammlerhalde. Die Maßnahmen im Blick auf Corona fand ich in Ordnung und gut gelöst, auch wenn es manche auf der Halde mit dem Sicherheitsabstand nicht ganz so ernst nahmen, aber die gibt es ja immer ... Also Visier hochgeklappt, dann ziehen die in der Regel nach.

Was die Fundsituation angeht, hatte ich mir das ja eigentlich schon gedacht: Über die Feiertage kommt meist nichts Neues - ist ja auch klar, denn wer arbeitet auch an diesen Tagen? Von uns ja auch keiner.
Es gab vor der Fluorit- und vor der Baryt-Halde lediglich eine/zwei Fuhren, die den Eindruck machten, dass der Radlader da doch etwas Neues von drinnen gebracht haben könnte (allerdings nichts Interessantes dabei), der große Rest war zusammengeschoben und etwas gedreht.
Mein Eindruck war, von all dem bunten Material, das am Donnerstag / Freitag nach dem letzten Bericht wohl reichlich da war, gab es so gut wie nichts mehr (was auch andere bestätigten, die schon am Freitag auf der Halde waren) - wenn man von der Klopfstelle absieht, an der Hans-Peter, Thomas und Wolfgang Alwicher ihre Funde zerlegt haben, dort war es mit Abstand am buntesten ;-) - von dem restlichen minderen Material habe ich mir dann doch noch ein paar für mich als Mikromounter nette Stückchen mitgenommen, wenn's auch nichts Dolles war (Cornwallit, Malachit, blaues Crandallit-Zeugs).
Überraschungen erlebt man dann aber, wenn man seine Funde unters Mikroskop legt. Ich hab noch nichts sauber gemacht und nur mal oberflächlich drüber geschaut - jedenfalls fiel mir schon jetzt Folgendes auf - alles aus der "Diagonal"-Trum-Halde ganz rechts:

Im Nebengestein (Gneis) intensiv ziegelrot verwittertes Material - in einer kleinen "Druse" erweckt es den Eindruck, dass dieses Zeug auch Nädelchen ausbildet - muss ich mir nach Reinigung aber noch genauer ansehen.
In einem sehr zelligen Quarz mit etwas Mangangspuren gab es grüne Bällchen von Agardit.
Gefunden habe ich außerdem von dem schon erwähnten Chalkopyrit, der sehr deutlich mit einem Silbermineral verwachsen ist. Leider mit ganz wenigen Drüschen, also das meiste (99 %) derb. Mal sehen, ob beim Öffnen der Drüschen etwas übrig bleibt, das sich als xx zu erkennen gibt.
In Fluorit mit etwas Sellait-Anteil gab es (leider) limonitisierten Magnesit, aber auch farblose bis blassgelbe spitz zulaufende Nadeln, die ich mir noch genauer ansehen muss. (Auch das könnte Magnesit sein, jedenfalls wurde solch ein Fund aus dem letzten Jahr (?) nach Auskunft des Finders als solcher analysiert), möglich ist aber auch Strontianit.
Außerdem zeigte sich unter dem Mikroskop, dass das, was unter der Lupe wie wirre, als Reste von Perimorphosen übrig gebliebene Quarzkriställchen aussah, definitiv kein Quarz ist, sondern sehr kleine lattige klare xx. Das Zeug hat mir bisher leider noch keinen Namen verraten, aber vielleicht bringe ich es noch zum Reden ...��
Mittlerweile ist das geschehen - nach Reinigung zeigten sich viele kleine Magnesit-xx (nicht korrodiert wie sonst, hurra!, darunter aber auch einige wie zuvor beschrieben - etwas deformierte)

Soweit meine Eindrücke vom 02. Juni.

Herzliche Grüße
Euer Jörg



Sorry, folks,
ich habe über meinen Bericht von Dienstag ganz übersehen, dass ich noch zwei Berichte vom 26.-28.Mai vergessen habe, Euch weiterzugeben. (darum hier als 191b). Hiermit seien Sie nachgeliefert - nämlich von Jürgen Ingendahl und von Richard Bayerl.

Jürgen schrieb Folgendes:

Hallo zusammen,
konnte 3 Tage die Sammelhalde besichtigen.
Folgende Mineralien ließen sich dabei ausmachen: schöne hochglänzende Scheelite auf klaren Quarz xx mit Ferberit (eingewachsen) und Kupferkies xx im Nebengestein, Strontianit xx bis 5mm mit Gips xx und Siderit xx in Sellait/ Fluoritmatrix auf Fluorit, Dolomit xx mit etwas Calcit und Markasit xx im Nebengestein, schöne Agarditkugeln im Baryt, Klinoklas in hübschen Rosetten, z.T. freie xx, Azurit und kleine weiße z.T. nadelige Kugeln in Quarzdrusen. Also ganz positiv.
Beste Grüße Jürgen


Und von Richard stammte dieser Bericht:
Danke Jürgen,
für deinen Fundbericht. Bei einem Fund klingt das für mich vorraussagbar. Damals habe ich noch geschrieben "Sellait-Rotgesteinparagenese (...da gab es doch ein paar interessante Mineralien... mit Ca, Mg und Sr). Ist ja wohl nun in Form deines Gips- und Strontianitfundes eingetroffen. Gratulation. Ich bin gespannt was Hans-Peter und seine Sammlerfreunde die Woche gefunden haben.?
Ich war heute auch wieder unten. Und bei max. 50 Sammler verteilt es sich ganz gut auf dem Gelände und jeder hat seinen Bereich. Ich habe mich heuer wieder auf das Vortriebsmaterial aka auf dem Gebiet der Diagonaltrumhalde fixiert. Und ich bin etwas unter die Großstufensammler gegangen. Ein großer (gut über 250, eher 500kg) Brocken mit etlichen Kupferkieseinschlüssen und Dezimeterquarzdrusen mußte dran glauben. Schön flächiger Kupferkies kam zum Vorschein. Das meiste wurde an die Kidies weitergegeben und die größte Fläche gab es als Spende für die Mineralienhalde als Anschauungsobjekt. Ein größere Druse barg ein hüsches cm Aggregat von Kupferkies xx mit Covellinüberzug. Ich denke dass es in meine Sammlung kommt. Auch einige größere Quarzdrusen kommen in meine Sammlung als Hingucker.
Ein Verdachtbrocken mit Sellait/Rotgestein mit einem großen Bohrloch darin machte mich neugierig ob da nicht das gesuchte in Ca und Sr darin war. Nach der gerade gemachten Kurzdurchsicht leider nein. Aber dafür, was ich schon auf der Halde erkannte etliches an sehr schönen Magnesitkristallen. Nicht schlecht, da die meisten Magnesite doch eher als Limonitpseudomorphosen gefunden werden.
Zu guter Letzt hat mich ein größerer silifizierter Grüngesteinsbrocken mit drusigen Bereichen angezogen. Die erst Kurzdurchsicht daheim unter dem Mikro bestätigte mein Verdacht auf der Halde. Neben Unmengen an glasklaren Quarzkriställchen sind in dem Material kleine Scheelite vorhanden und als "Schmankerl" (das war mein Hauptverdacht für dieses Gestein) kleine Anataskriställchen.
Ein wieder für mich guter und interessanter Fundtag war der nun 3. Sammeltag für 2020.
Warten wir ab was noch alles so kommt.
Grüße Richard

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Wer noch weitere Informationen über Funde nachlesen möchte, kann sich auch auf der Seite unseres niederländischen Partnervereins "Kring Zwarte Would Mineralen" unter "Vondsten" umsehen. Hier der Link >>>>>.
Nicht immer gut eingepflegt - geb ich zu - aber hier findet Ihr eine relativ aktuelle Fundliste unserer niederländischen Freunde aus dem laufenden Jahr.