Newsletter-Archivseite 09

Newsletter No 091 vom 05.09.2011

Liebe Newsletter - Leser/innen,

unter dieser Ausgabe findet Ihr Rückblicke auf ältere Funde vor und zu Anfang der Sommerferien.


Hallo,
Ich bin im Juli/Aug dort gewesen, und habe gute Funde gemacht, und nicht nur ich...

Karminit, Duftit, Beudantit/Segnitit, Skorodit (klein aber viele), diese 4 am besten. Auch Baylonit und (Blei)-Rhabdophan kam vor. Als Anlage findet Ihr einige Photos (s.u.).

Die besten Funde, die ich gemacht habe, waren auf der kleine Halde. Auf der großen Halde gab es auch Karminit, aber für mich nicht so gute ...

Grüße
Edwin Poppelaars


Von Ende Juli stammt diese Mail von Frank Schimak:

Hallo Jörg,
schön, mal von Dir wieder zu hören. Bin grade aus dem Urlaub zurück und habe mich auch gewundert, dass niemand mehr etwas schreibt. Ich kann doch nicht glauben, dass wir die einzigen waren, die etwas gefunden haben…
Beim Aufarbeiten des Materials vom Bernalit- Fund sind sehr schöne, freistehende Bastnäsit xx zum Vorschein gekommen. Jürgen meint, es wären die schönsten, die er je sah. Nun hat er mir einen großen Ordner Literatur zum Studium ausgeliehen - nur Clara Literatur. Dort bin ich dann auf einen alten Artikel von Walenta gestoßen, der äußerst interessant war. Demnach käme außer Bastnäsit auch noch wolframhaltiger Ferritungstit in Frage. Des Weiteren habe ich aus dem Material der Scheelit- Paragenese einige xx gefunden, die wie Stolzit aussehen. Finde ich auch nicht uninteressant. ...

Photos zu Newsletter No 091

Newsletter No 092 vom 25.09.2011

Hallo Jörg,

Ich war mit Jürgen kurz entschlossen Anfang Sep noch mal in Wolfach und wollte Dir einen kleinen Bericht über die Fundsituation inkl. Bilder für die Newsletter zukommen lassen.

Sammelwoche vom 05. bis 08.09.2011
Schon beim Eintreffen auf der Halde wurden wir von bereits anwesenden Sammlern mit den Worten begrüßt, dass die Fundsituation z.Z. recht mau wäre. Dies würde u.a. daran liegen, dass wenig neues interessantes Material den Weg auf die Sammlerhalde finden würde. So ist die Nachfrage am Markt nach Baryt z.Z. so stark, dass abgebaute Bereiche sofort in die Produktion gingen. Aber ich kann mich auch an keinen Zeitpunkt meiner bisherigen Besuche erinnern, an dem die Sammler eigentlich mal nicht geklagt hätten. Würden wir trotz aller Unkenrufe etwas Interessantes finden können?

Das neu angefahrene Material (Fluorit + Baryt) sah zunächst auf den ersten Blick wirklich nicht viel versprechend aus. Aus mündlichen Überlieferungen - und leider nicht über die Newsletter - haben wir erfahren, dass Karminit in den Monaten Juli und August vermehrt gefunden wurde. Frau Kovac machte uns auf die Randbereiche aufmerksam, an denen entsprechendes Material von den Sammlern vorsortiert und grob bearbeitet wurde. Nach kurzer Nachsuche konnten wir diese Paragenese auch auffinden, mit kleinen Karminit-xx in bestenfalls Beleg-Qualität. Hier waren wir wohl nicht die ersten, die diese Bereiche nochmals abgesucht haben. Trotzdem sind einige kleinere Stufen in meinem Eimer gelandet. Zu Hause, nach dem ersten Säubern, waren die winzigen Karminit-xx nicht mehr so wichtig, da sich neongelbe Pusteln zeigten. Diese würde ich in Richtung der Gartrellit-Gruppe zuordnen (Photo 1). Karminit selber konnte ich in sehr guter Qualität am Di auf einer Stufe auffinden. Leider ein Einzelfund der nochmals gedrehten Silberspat-Halde. Nach dem Knacken zu Hause kamen noch weitere Hohlräume mit Karminit xx zum Vorschein (Photo 2).

Am Mi konnte ich einen interessanten Fund auf der Diagonaltrum-Halde machen, die auch noch einmal frisch umgedreht wurde. Hierbei fielen mir Bereiche mit einem helleren Blau auf, ungefähr einem Blau dem Cyanotrichit ähnlich (Photo 3). Auch diesen Brocken nahm ich komplett mit. Zu Hause nach dem ersten vorsichtigen Säubern unter Wasser entdeckte ich Beton-Reste oder Beton mit Flugasche an der Stufe. Sollte dieses blaue Mineral unter Einfluss von Beton entstanden sein? Beim Formatieren kam ein Hohlraum mit sehr glatten farblos bis hellblauen Kugeln zum Vorschein – Calcit (Photo 4). Daneben weiße, nadelige Ettringit-xx - beides Mineralien, dessen Bildung immer wieder dem Beton-Einfluss zugesprochen werden. Daneben fand sich wenig Mimetesit/Pyromorphit, kleine Baryt-xx und sehr gut ausgebildete Cerussit-xx. In farblosen Fluorit-Partien sind metallische Nadeln eingewachsen.
Auf der Diagonaltrum-Halde konnte man auch gelbe xx von Rhabdophan(Pb) und Bastnäsit, beides an oder in Fluorit, finden. In weitgehend zersetztem Bleiglanz, der überwiegend in Cerussit umgewandelt ist, konnte ich Linarit, jedoch nicht in so schönen xx wie letztes Jahr, finden.

An einem Nachmittag habe ich dann doch noch auf den recht stark durchwühlten Haufen des neu angefahrenen Baryt- Materials geschaut. Auf einer der paar Stufen, die rein verdachtsmäßig in meinen Eimer gelangt sind, konnte ich zu Hause ein kleines Aggregat von drahtförmig ausgebildetem Cu-Sulfides entdecken, vermutlich handelt es sich um Djurleit.
Beudantit, Olivenit, Bariopharmakosiderit, Cornwallit und Agardit konnte man auch finden, von diesem Material hab ich aber alles an die z.T. recht zahlreich anwesenden Kinder (letzte Ferienwoche in Baden-Würtemberg und Bayern) verschenkt. Ein Beleg von Parnauit ist auch mit dabei gewesen. Für einen Tungstibit-Beleg fand sich auch ein dankbarer Abnehmer.
Mein Sammler-Freund Jürgen Härer hat auch einen recht interessanten Fund gemacht, ich möchte aber seinem sicher in Kürze folgendem Bericht nicht vorgreifen.

Ich denke, dieser kurze Abriss schildert die Fundsituation in diesem Zeitraum ganz gut. Von anderen anwesenden Sammlern haben wir nicht von weiteren nennenswerten Funden gehört.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin-Lichtenrade
Frank Schimak



Ergänzung 01 vom 27.09. von Jürgen Härer und Harry Marsman:


Vom 5. - 8.9. waren wir mal wieder in der Clara.
Aufgrund der Abbau- und Absatzsituation wurde Schwerspat und Flussspat gefahren. Silberspat und Diagonaltrum wurde umgedreht und abgefahren, neues Material kam hier nicht.
Der Flussspat war recht uninteressant, wenn auch gelegentlich etwas Fluorit gefunden wurde, keine besonderen Funde. Am Donnerstag wurde noch ein bemerkenswerter Fund getätigt. Oben auf der Halde und vorerst völlig unbeachtet lag eine Barytstufe mit ca. 30 kg und 30-40 cm groß, sie zeigte große Kristalle bis zu 8 cm. Wenn sie unbeschädigt gewesen wäre, eine wahre Prachtstufe!!! Leider kam sie halt aus dem Schutt. Trotzdem wirklich bemerkenswert, der Stufenbergbau hätte sich hier in diesem Bereich des Ganges wirklich gelohnt.
Die Sammler konzentrierten sich also auf den neu angefahren Schwerspat. Dieser war immer wieder mal bunt. So konnte Olivenit, Cornwalit, Bariopharmakosiderit etc. gelegentlich gefunden werden. Die gesamte Halde wurde systematisch durchgearbeitet bis der letzte Stein umgedreht war. Am Mittwoch war das für mich erfolgreich. Zu Ende der Grabung konnte ich noch einen großen Brocken (ca. 25 kg) herausziehen. Der war etwas anders, nicht bunt sondern er enthielt viel Arsenkies! Also habe ich mir das genauer angeschaut. Im verquarzten Bereich habe ich sehr schöne Stolzit xx (siehe 2 Fotos) gefunden. Sie sind spitz pyramidal, teilweise doppelendig ausgebildet und zeigen scharfe Kristallkanten. Auch habe ich noch zwei Raspit xx entdeckt. Covellin, Kupferkies, eingewachsener Proustit und Geokronit sind noch dabei, Matildit, Pearceit oder andere Silberminerale habe ich bisher nicht entdeckt. Am Dienstag habe ich einen Fund mit Mn- Oxiden in dendritischen Gebilden gemacht, sie sehen ganz hübsch aus. Eine genaue Ansprache der Mn-Mineralien ist bekanntlich schwierig, ich glaube, dass es am ehesten Hollandit ist. Er ist auf Baryt auf- und eingewachsen, weitere Begleitmineralien sind nicht vorhanden.
Da der Silberspat und das Bleimaterial nur gedreht wurden, waren hier nur Nachlesefunde möglich, ich habe im Diagonaltrum wieder Blei-Rhabdophan gefunden.
Am Rand lagen noch Reste von Duftit, Stolzit, Segnitit und Karminit.

Glück auf, bis zur Hauptversammlung und großen Halden opening,
Jürgen Härer



Hallo Jörg,

Es hat etwas gedauert, aber ich möchte gerne die Funde der Holländischen Gruppe weitergeben vom 4. bis 8. August.

Die Höhepunkte waren Funde von sehr schöne Karminit in Paragenese mit Segnitit/Beudantit-Gruppe und Duftit!
Weiterhin sind gute Stufen mit herrlichem Skorodit gefunden (in Faust-Gröβe).
Auch sind gute Kristalle von Pyrargyrit und wahrscheinlich auch Pyrostilpnit gefunden worden.
Weiterhin Funde von Agardit, Bayldonit, Chalcopyrit, Chalcotrichit, Connellit, Cornwallit, Covellin, Cuprit, Devillin, Fahlerz, Famatinit, Graphit, Konichalcit, Langit, Malachit, Olivenit, Poybasit-Tac, Posnjakit und Silber.

Natürlich kann man auch unsere Homepage besuchen unter www.zwartewoudmineralen.nl

Herzliche Grüβe aus Deventer,
Harry Marsman



Ergänzung 02 von Mitte September von Jürgen Ingendahl


Glückauf Jörg !

[ ... ] eine kurze Info zu einigen Funden in der letzten Zeit:
Konnte nur einen Teil des Materials, das seit April neu hinzugekommen ist, durchsehen, aber es sind aus meiner Sicht schöne Funde dabei.
Dazu zählen Connellit, Arsenkies ( habe den früher bestimmt immer übersehen), schöner goldener Kupferkies X, ca. 1cm groß, Beudantit/Segnitit xx, schöne Gips xx in Quarzdruse aus dem Diagonaltrummaterial, nette Azurite, gut ausgebildete Stolzite auf Mimetesit xx

... und im August ein interessanter Fund von Karminit xx in Quarzdruse, auf denen wiederum Calcit (?) xx sitzen, die z.T. von Karminit xx durchbohrt werden. Die Calcite sehen reiskornförmig (so wie die Smithonite vom Bastenberg/Ramsbeck im Sauerland) aus, z.T. auch sternförmig gruppiert.

Mit der richtigen Fototechnik bestimmt ein lohnenswertes Objekt. Den Fund habe ich mir mit einem holländischen Kollegen geteilt, er hat das Gegenstück. Eigentlich wollten wir den Brocken schon wegwerfen, da er so uninteressant aussah, aber ein Hammerschlag . . . . .

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Ingendahl

Photos zu Newsletter No 092

Photos Newsletter 092 Ergänzung 01

Newsletter No 093 vom 01.10.2010

Hallo!

Hier ein kurzer Fundbericht von der Mineralienhalde vom 10. und 16.09.:

Als ich am 10. dort ankam, wurde ich von anderen Sammlern begrüßt, von denen mir einige mitteilten, dass sie die ganze Woche kaum etwas gefunden hätten. Das neue Barytmaterial bestand dann auch hauptsächlich aus rotem Sand und einigen ziemlich reinen Barytbrocken ohne weitere Mineralien. Ich konnte hier nur wenige Belegstufen mit Bariumpharmakosiderit finden und dann noch einige Fluorite im Fluorit-Material.

Am 16.09. war die Fundsituation im Barytmaterial ähnlich. Allerdings wurde ich von anderen Sammlern darauf aufmerksam gemacht, dass die im Barytmaterial reichlich vorhandenen Betonbrocken Ettringit enthielten. Dieser bildete teilweise mehrere cm2; große Beläge aus nadeligen Kristallen in Hohlräumen des Betons.

Des weiteren konnte ich auch einige natürlich gebildete Mineralien finden:
-In einem großen Nebengestein-Brocken fand ich eine Kluftfläche, die auf gut 20x20 cm mit größtenteils tafelig ausgebildeten, wasserklaren Barytkristallen besetzt war (maximale Größe 1,5cm). Ansonsten enthielt das Material noch dendritische Gebilde (wohl Mn-Oxide).
-Dann gab es auf einem Stück mit kleinen, violetten Fluoriten auch noch Baryte, die ich aufgrund der ungewöhnlichen Kristallform zuerst für Quarze hielt (siehe Foto).
-Zuletzt fanden sich dann in einem Brocken sehr schön ausgebildete Malachit-Büschelchen.

Viele Grüße
Marko

Photos zu Newsletter 093

Newsletter No 094 vom 04.10.2011

Liebe Mineralienfreunde und Clara-Sammler/innen,

wie im letzten Newsletter angekündigt war ich gestern auf der Sammlerhalde. Als erfahrene Sammler/innen könnt Ihr natürlich wie ich wissen, dass an einem Feiertag nach einem Wochenende die Fundaussichten nicht besonders gut sind. Aber ich wollte nach einer umzugsbedingten langen Sammelpause unbedingt wieder auf die Sammelhalde.

Meine Funderfahrungen vom 03.Oktober:
Der Fluorit war chemisch rein.
Auf dem Baryt gab es hin und wieder Spuren von Grün mit einigen wenigen xx (Funde in Belegqualität von Cornwallit, Malachit, Olivenit und Bariopharmakosiderit).
Das Material vom Diagonaltrum war - nach Augenschein - schon mehrfach umgedreht. Immerhin war dort noch ein Fund von bleihaltigem Rhabdophan möglich.
Im Silberspat gab es reichlich Fahlerz mit Chalkopyrit - allerdings bergfrisch und kompakt. Nur selten einmal wurden die Massen von kleineren Klüftchen durchzogen. In ihnen gab es aber kleine, gut entwickelte, scharfkantige Fahlerz-xx sowie sechseitige tafelige geriefte xx von Polybasit-Tac (früher Antimonpearceit). Ich konnte davon nur kleine xx finden, gesehen habe ich einen x bei einem holländischen Sammler mit einem Durchmesser von ca 5 mm.

Soweit mein Bericht. Euch wünsche ich am kommenden Wochenende ( halden open und Vereinsversammlung ) wieder bessere Funde und hoffe, Ihr berichtet bald nach dem Wochenende auch entsprechend.

Herzliche Grüße an Euch alle
Jörg Geißler

Newsletter No 095 vom 07.10.2011

Liebe Clara-Sammler/innen,

anbei ein brandneuer Bericht von Max Baur und eine Ergänzung zu den Funden Mitte September von Jürgen Ingendahl (die Ihr wohl schon direkt erhalten habt). Wie immer herzlichen Dank an die beiden Berichterstatter.
Zunächst der aktuelle Bericht und danach die Ergänzung:

1. Hi Jörg,
am 5. Oktober war ich vormittags "mal kurz" auf der Sammlerhalde. Hier mein Bericht:

- Das Haufwerk des alten "Bleimaterials" habe ich nur kurz besucht, schien mir jedoch weitgehend ausgelutscht zu sein
- Im Fluorit-Haufwerk nur derbes spätiges Material, vereinzelt leider wenig ansehnliche Rasen von Quarz, z.T. leichte Amethystfärbung
- Baryt-Haufwerk nahezu nicht existent, hier nur Betonbrocken und Nebengesteinsfragmente

- Silberspat-Haufwerk sehr interessant, wenngleich nicht so mit Hohlräumen durchsetzt wie in der vergangenen Woche, doch in den mit Quarz ausgekleideten Hohlräumen (immerhin Löcher mit bis 5 cm DM) sehr schöne xx von Fahlerz, teils mit messerscharfen Kanten, teils blockige Vielflächner bis max 2 mm, daneben hochglänzende xx von Polybasit-Tac, z.T. dachziegelartig verwachsene Aggregate. Die Polyb.-xx sind allerding extrem spröde, so daß man vor Ort nicht allzulange auf den höffigen Stücken herumkloppen sollte. Begleitet weden die Fahlerz-xx auch von Akanthit als schwarze nadelige xx und von winzigen xx von orange durchscheinendem Pyrostilpnit. Kugelige Aggregate hochglänzender graumetallisch-braunstichiger xx sind vermutlich der Famatinit-Luzonit-Serie zuzuordnen. Chalkopyrit kommt entweder als Derberz-Komponente in den massiven Fahlerzkörpern vor oder bildet eigenständige xx im Bereich von spätigem, mehr oder weniger hohlraumreichem, rosafarbenem Baryt. Für Fotos reicht mein Equipment leider immer noch nicht aus.
Insgesamt haben denke ich alle Sammler schöne Funde auf dem Silberspathaufwerk getätigt (Kollegen aus D, F, NL).

Danke an Kordula Kovac für die wie immer perfekte Betreuung und allen "Halden Open"-Besuchern möglichst lange regen- und graupelfreie Zeiten am Wo-Ende mit tollen Funden und natürlich den entsprechenden Berichten...

Grüßle und Glück Auf!
Max Baur


2. Glückauf zusammen !

Hier noch ein paar Anmerkungen zu meinem Fundbericht vom 15.9.2011:
Bei weiterem Aufarbeiten des Materials aus diesem Jahr sind mir auch diverse Duftitstufen (xx) untergekommen sowie auch gelbe Kugeln auf Quarz und Fluorit, ähnlich dem Fund von Frank Schimak. Eine Reihe weiterer Fundstücke mit z.T. schwarzgrünen flachtafeligen xx kann ich nicht zuordnen. Werde ein paar Stücke am Freitag mit nach Wolfach bringen, vielleicht kann einer von Euch mir weiterhelfen.
Mittlerweile kann ich auch vom meinem Karminitfund vom August ein Foto beisteuern (s.Anlage), ich finde, die Stufe hätte man nicht liegen lassen dürfen. Neben Karminit finden sich darauf auch grüne flächenreiche xx, sowie eine Stelle mit feinsten weißlichen XX - Rasen. Das Stück werde ich auch mitbringen. Richart Bayerl wollte sich das gerne ansehen.

Die Meinung von Jörg Geißler zu den Fundmöglichkeiten am Wochenanfang kann ich nicht teilen, da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Wenn man direkt morgens auf der Halde ist, habe ich oftmals was Gutes gefunden, das Material ist noch nicht von Dutzenden von Sammlerkollegen umgedreht worden.Wenn man später am Tag kommt, muss man halt genauer hinschauen und auch tiefer graben.
Vorausgesetzung dafür ist jedoch, daß in der Grube wird gerade Material gewonnen wird, das nicht nur aus reinem Baryt oder Fluorit besteht.
Aber das unternehmerische Ziel der Fa. Sachtleben ist ja logischerweise, mit möglichst gutem Ausbringen Geld zu verdienen. Da sind die für Sammler interessanten Sekundärmineralien, Quarz und andere Gangarten nur störende Verunreinigungen, für deren Abtrennung ein teurer Aufbereitungsprozeß erforderlich ist.
Kurz gesagt, es freut mich, daß Frau Kovac sich so stark engagiert und jung und alt diese Möglichkeit bietet!

Noch letztes Wochenende ist der Sohn (10 Jahre) meiner Nachbarn ganz begeistert zurückgekommen, nachdem er im Schwarzwald seine Großeltern besucht hatte und so lange gequengelt hatte, bis er auch auf die Halde durfte. Stolz zeigte er mir sofort nach Rückkehr seine Funde, die eralle sorgfältig beschrifteen wird und er plant schon seinen nächsten Besuch !
Und sollte es nicht für uns "alte Sammler" nicht eine Freude sein, zu sehen, wie sich die Kinder für dieses Hobby interessieren und sie - wo immer möglich - zu unterstützen ? Vielleicht ist jemand unter ihnen, der später mal unsere Sammlung zu schätzen und würdigen weiß und fortführen möchte ?! Wir werden alle nicht jünger.

So, das mußte ich mal los werden ! ! !

Mit freundlichen Grüßen und Glückauf
Jürgen Ingendahl



Lieber Jürgen, liebe Kordula, liebe Bezieher/innen des Newsletters, diese Einschätzung von Jürgen Ingendahl, was die Motivation und Begeisterung von Kindern/späteren Sammlern angeht, kann ich uneingeschränkt teilen.

Herzliche Grüße Euch allen
Jörg Geißler

zu Newsletter No 095

Newsletter No 096 vom 18.11.2011

Liebe Clara-Sammler/innen,

die Clara-freie Saison hat begonnen. Wir müssen uns also wieder einmal bis ins nächste Frühjahr gedulden. Vor knapp einer Woche hat mich anhängendes Photo von Dieter Mader erreicht, dazu noch sein Text von der Woche zuvor (s.u.). Vielen Dank für die kurze Notiz.
...
Ansonsten Euch allen da draußen schöne Grüße und auf eine gute Sammelsaison 2012.
Euer Jörg Geißler



Hallo Jörg,

man liest überhaupt keinen Bericht vom letzten Halden-Open. Sind Deine Schreiber alle abhanden kommen oder waren sie nicht vor Ort ?
Ich habe doch einige Zeunerite/ Torbernite gefunden. Ich habe 1 ordentliche und 2 kleinere Stufen in meine Sammlung, unter den Vorsichtsmassnahmen, eingeordnet. Belegmaterial habe ich noch davon.

Gruß aus dem hohen Norden.
Dieter Mader

Zeunerit / Torbernit
Zeunerit / Torbernit Fund Dieter Mader vom Haldenopen Oktober 2011

Newsletter No 097 vom 25.11.2011

Liebe Clarasammler/innen,

auf den letzten Bericht von Dieter Mader hat sich noch Hans-Peter Maaßen, dem ich andieser Stelle herzlich danke, mit einer Ergänzung gemeldet. Vielleicht schlummern aber bei einigen von Euch noch Schätzchen, die Ihr jetzt erst in der sammelfreien Zeit knacken werdet. Falls etwas Interessantes dabei ist, lasst mich es einfach hören.
Mit freundlichen Grüßen an alle und meinen guten Wünschen für eine gesegnete und besinnliche Adventszeit
Euer Jörg Geißler



Hallo Jörg,

Du hast ja so recht. Wir haben Dich und Deinen Einsatz gelobt und jetzt bröckelt die „Gemeinde“.
Wir, Thomas Noll und ich haben uns drei Suchtage genehmigt. Samstag und Sonntag haben wir aus Wettergründen und wegen der vorherigen Funde auf die große Halde verzichtet.

Kurz gesagt, wir waren nur im Silberspat fündig. Gefunden haben wir: kugligen Erythrin, Polybasit-tac XX und schöne Fahlerz-XX. Ein Stück mit leuchtendrotem hex. Polybasit XX. Optisch interessant waren außerdem kleine farblose Fluorite mit Ätzfiguren. Insgesamt zahlenmäßig nicht viel, aber alles in toller Ausbildung und Qualität.

Im Vordergrund stand auch dieses Mal wieder das Treffen und der Austausch mit der restlichen Claratruppe und die Vereinsveranstaltungen.

Bis bald und herzliche Grüße an alle.
Hans-Peter Maaßen

Newsletter No 098 vom 15.12.2011

Liebe Clara-Sammlerinnen und -Sammler,
heute reiche ich Euch noch einmal zwei Berichte vom Vereinswochenende / Halden Open Anfang Oktober weiter.
Der eine schlummert schon ein paar Wochen auf meiner Festplatte. Da die Sammlerhalde aber schon geschlossen war für den Rest des Jahres hatte ich die Weiterleitung erst einmal zurückgestellt ... und dann vergessen. Nun ist noch einmal ein weiterer dazugekommen, und so kommen die beide zusammen bei Euch an. Mein Dank für die beiden Berichte gilt Jürgen Härer und Jürgen Ulbricht.
Zugleich so kurz vor Weihnachten möchte ich Euch auf diesem Weg besonders grüßen. Ich danke Euch für die Fundberichte, die Ihr mir immer wieder zukommen lasst und wünsche Euch für das Neue Jahr ein freundliches "Glück auf".
Doch zuvor und vor allem wünsche ich Euch ein fröhliches Weihnachtsfest, einige besinnliche und ruhige Tage "zwischen den Jahren" sowie ein gesegnetes Neues Jahr 2012.
Euer Jörg Geißler


Und hier die Berichte:

1. Hallo Jörg,
ich war am Vereinstreffen und habe die darauf folgende Woche auch Mineralien gesucht.
Sehr erfreulich war der Austausch mit den zahlreichen Sammlerkollegen, was den Urlaub wieder einmal zu einem besonderen Erlebnis gemacht hat. Gefunden habe ich diesmal nicht viel, bin dann auch einen Tag früher abgereist [ ... ].
Im Silberspat waren recht gute Famatinit xx in glänzenden, einzeln sitzenden Pusteln auf Fahlerz und begleitet von etwas Polybasit Tac zu finden. Teilweise hat es den Anschein, dass zwei Generationen von Polybasit Tac oder noch ein verwandtes Mineral vorliegen, neben dickeren Polybasit Tac xx sitzen noch sehr kleine, sechsseitige dünntafelige und teilweise rötlich durchscheinende xx.
Ergänzen kann ich noch Belege von Rhabdophan, Cervantit und einem Mineral der Crandallit- Gruppe in weißen, sechsseitigen xx. Auf der großen Fluorithalde habe ich noch etwas Goehtit xx mit Hämatit und gelbem Baryt xx finden können.

Viele Grüße, Jürgen Härer



2. Guten Tag Jörg,

eigentlich hatte ich erwartet Sie endlich mal auf der Clara zu treffen aber auch dieses Jahr wurde nichts daraus. Ich war erstmalig zu den so genannten „Halden open“ Anfang Oktober. Das Ergebnis war nicht so berauschend. Am Samstag hat es bis ca. 13 Uhr fast nur geregnet. Ich kam mir vor wie in der infantilen Phase: spielen in der Klackermatsche! So war auch die Ausbeute. Am Sonntag war das Wetter bedeutend besser aber siehe da, es waren höchstens die Hälfte der Besucher vom Samstag da. Offensichtlich waren die auch enttäuscht.
Mein Sammlerkollege und ich hatten wenigstens etwas Glück, beide haben wir je einen größeren Block zerlegt, in dem dann einige Minerale zu finden waren. Dies waren sehr schöne Arsenopyrite, Tetraedrite, Langite und Connellite. Ferner habe ich eine interessante Stufe gefunden mit perlmuttglänzenden Plättchen die ich nicht einordnen kann.
[ ... ]
Herzliche Sammlergrüße aus Köln
Ihr Jürgen Ulbricht


PS.: Demnächst knacken wir die 100 !

Newsletter No 099 vom 19.04.2012

Liebe Sammlerfreunde und -freundinnen,

Ende der Osterferien war ich seit langer Zeit mal wieder auf der Sammlerhalde, genauer am vergangenen Samstag. Komme leider erst heute dazu, Euch meine Beobachtungen mitzuteilen.
Von links nach rechts (auf der Sammlerhalde):

1. "Silberspat" - bestand am vergangenen Samstag vor allem aus Letten. Dazwischen einige Brocken, die ich aber eher dem "normalen" Baryt zugeordnet hätte. Altmaterial war bis auf kleine Reste komplett abgefahren. Geringe Fundaussichten.

2. Dafür war es etwas besser auf der "Normalbaryt"halde. Dort fand ich Stücke, die sonst eher auf der Silberspathalde anzutreffen waren. Vor allem ein größerer Brocken machte mir Freude - war zwar zum großen Teil relativ kompakt, zeigte aber typische Arsenkiesvererzung. Also habe ich ihn in handliche Stücke zerlegt. Dazwischen gab es immer wieder Partien, die etwas zellig waren. Darin v.a. Arsenopyrit-Nädelchen, hin und wieder neben Chalkopyrit auch einige wenige Fahlerz-xx. Der Brocken hatte relativ frische Phasen, zu den Rändern hin aber auch sekundär veränderte Abschnitte. Dort auf den Arsenkiesnädelchen auch kleine Bariopharmakosiderite, an einer Stelle auch Olivenitnädelchen. Ansonsten auf der Normalbarythalde hin und wieder etwas Segnitit/Beudantit, wenig Malachit. Auch Stücke mit etwas Connellit und Langit/Posnjakit waren dabei. Hin und wieder gab es kleinere Stinkspatbrocken, darauf einige Bismuthit-Kügelchen. Mir die Vererzung auf diesen Stücken noch genauer anzusehen, hatte ich bisher keine Gelegenheit.

3. Zur Fluorithalde kann ich wenig sagen, die habe ich mir nicht genauer angesehen.

4. Im Diagonaltrum war bleihaltiges Material anzutreffen, v.a. aber in Form von typisch gelblichen Sanden. Dazwischen immer wieder einmal größere Brocken. Zelliges Quarzmaterial, aber weitgehend erzfrei. Ab und zu Spuren von Malachit und Azurit (Achtung: in letzter Zeit seien - nach Auskunft von Frau Kovac - auf dem Azurit Kristalle von einem weiteren, seltenen Mineral aufgesessen ...). In einem Nebengesteinsbrocken an der Kontaktzone zu Fluorit habe ich kleine gelbe Pusteln ausmachen können, sieht unter 10xer Vergrößerung nach bleihaltigem Rhabdophan aus, muss ich aber erst noch nach Insichtnahme unter dem Mikroskop bestätigen.

Aussichten für das Halden-Open am Wochenende 28./29.04.:
Nach Auskunft von Frau Kovac kommt derzeit wieder einmal relativ viel Diagonaltrum-Bleimaterial aus der Grube.
Nach einer anderen Auskunft wird derzeit auf der 15. Sohle auch wieder Richtung Silberspat vorgetrieben, evtl. kommt also in der nächsten Zeit (unklar ob schon vor Samstag in acht Tagen) auch von dort wieder Material zur Aufbereitungsanlage.

Herzliche Grüße und Glückauf !
Jörg Geißler

Newsletter No 100 vom 30.04.2012

Liebe Clara-Sammler/innen,
hier ist die Nummer 100 ! des Newsletters. Fast hätte ich gedacht, ich müsste ihn selbst schreiben, aber als ich am Wochenende zurück von Wolfach kam, fand ich eine Mail von Hans-Peter Maaßen vor, die ich Euch hiermit weiterleite. Vielen Dank, Hans-Peter!

Meine Erfahrungen vom Halden-Open hier nur in kurzen dürren Worten, der ausführliche Bericht erfolgt, sobald ich noch weitere Fundberichte vom Wochenende vorliegen habe, v.a. auch von Harry Marsman, der mir seinen für kommenden Montag versprochen hat.

Und hier der Bericht:

...,
die vorige Woche haben wir (Thoma, Wolfgang und ich) bei unangenehmen Wetter, aber mit viel Einsatz und Spaß auf der Mineralienhalde verbracht.

Trotz aller vorherigen „ Unkenrufe“ waren wir mit den Sammelergebnissen durchweg zufrieden. Wie Du schon beschrieben hattest, war die Fluorit- und die Bleihalde weitgehend mineralfrei.
Allerdings haben wir auch den dort häufig vorkommenden Nebengesteinsbrocken einige schöne Belegstücke abgerungen. Neben den häufigeren winzigen Baryten konnten wir auch mehrere sehr schöne Stüfchen mit Malachit und modellartig entwickelten Einzelkristallen von Brochantit finden. Außerdem fanden wir Chalkosin xx, Bismutit in gelben Pusteln und viele Stücke mit Schwefel-xx.
Den „Trüffel“ fand dieses Mal Wolfgang, der eine allerdings stark goethitisierte Phospatstufe bergen konnte. Zuhause fanden wir auch frische Ansätze eines, allerdings nicht bestimmbaren, Minerals.

An mehreren Tagen wurde auf der Barythalde gut vererztes und drusiges Material angefahren. Dabei wurden gute Stufen von Bariopharmakosiderit xx-mehrere Farben, Segnetit xx hex., Cornwallit xx, Olivenit xx und Parnauit xx geborgen.
Besonders hervorzuheben waren Kupferkiesstufen mit tollen und großen Rhabdophankristallen (Endflächen). Außerdem noch Einzelstücke mit Ettringitbüscheln und nadeligem Calcit.
Neben den netten Kollegen am Ort und der guten Betreuung durch Cordula haben wir die Vorzüge der Schwarzwälder Küche genossen.

Bis zum Herbst Glück Auf
Euer Hans-Peter Maaßen



Und hier noch meine vorläufigen Ergänzungen zum vergangenen Wochenende: Auf dem Betriebsgelände der Sachtleben konnte man im Barytmaterial hin und wieder das erwähnte drusige Material finden - dabei konnte ich eine sehr gute Stufe mit (anfänglich) grünen Bariopharmakosideriten und bis halbzentimetergroßen Skoroditaggregaten finden - alles weitere im Newsletter No 102 - dazu dann auch ein paar Photos.

Grüße an alle
Jörg