Newsletter-Archivseite 14

Newsletter No 141 vom 14.05.2015

Liebe Clara-Sammler/innen,

der Mai ist gekommen, es reißt die Bäume aus ...
Nun, für manche in Freiburg und Umgebung und erst recht bei Augsburg ist das nun kein Spaß mehr, die Wetterkapriolen. Ich hoffe dennoch, es geht allen aus diesen Regionen gut!

Gestern hat mich ein Bericht von letzter Woche erreicht, den ich Euch wie immer weitergeben möchte. Herzlichen Dank an Jürgen Härer und alle, die sonst in diesem Newsletter erwähnt werden und dabei mitgeholfen haben, diese Fundliste zusammenzustellen.

Herzliche Grüße
Jörg



Hallo liebe Clara Fans,
letzte Woche (4.5. bis 8.5.) waren u.a. Frank Schimak, Volker Draxler, Reinhard Motzigemba, Jürgen Markewitz und ich wieder mal für eine Woche zum Sammeln an der Sammlerhalde der Grube Clara.
Wie immer haben wir viel Spaß gehabt, das Wetter war super und viele bekannte Gesichter waren auch da.

Am Montag früh wurden wir vor dem Tor mit einer Traumstufe begrüßt. Gefunden eine Woche vorher im sogenannten Mischerz auf der Diagonaltrum Halde. Die 1-2 mm messenden Erythrin-Kristalle konnte man schon mit bloßem Auge sehen, eine unbeschädigte Garbe aus dunkelvioletten xx sitzt in einer Fluoritmatrix begleitet von etwas grauem Kobalterz. Ein absolut einmaliger Fund! Leider ist es bei diesem einem Erythrin-Fund geblieben, auch wenn alle Sammler zusammen den Diagonaltrum Haufen regelmäßig fast zur Hälfte durchgearbeitet haben.

Aber einige bemerkenswerte, wenn auch äußerst sporadische Funde sind im Laufe der Woche doch geglückt.
Gesehen und gefunden haben wir in recht guter Qualität Torbernit/Zeunerit, Magnesit und Uranophan im Mischerz und gute Pearceit-Tac im Silberspat. Zwei gute Fluorit-Stufen konnte ich bergen, einen einzelnen violetten Fluorit Würfel mit 6 mm Kantenlänge auf Quarz und eine weitere Stufe, bei der ich Fluorit Zwillinge vermute.
Auch die MnOx, wahrscheinlich Pyrolusit xx sind bemerkenswert. In einer kleinen Quarzdruse im violetten Fluorit habe ich zu Hause ein Mal sehr schöne Zinkblende xx entdeckt, nebenan kleine weiße xx, die ich nicht eindeutig zuordnen kann.
Als weiterer Fund erwähnenswert ist seit Langem einmal wieder Tripuhyit im Silberspat. Hier ansonsten noch Rhabdophan, ein Crandallit-Mineral, hoch glänzende Fahlerz xx und Kupferkies xx mit Famatinit. Arsenkies war nicht zu finden, dafür kiloschwere massive Fahlerzbrocken.
Im Mischerz kam noch Cuprotungstit mit etwas Scheelit, Francevillit/Carnotit/Tujamunit (?), Agardit, Mixit, Malachit, Dolomit, abgerundete Gipskristalle, fraglich etwas Lenoblit.
Die Flussspathalde und die Barythalde waren uninteressant, mit sehr großer Mühe konnten Belege von Olivenit und Cornwallit gefunden werden.

Herzliche Grüße, Jürgen Härer

Newsletter No 142 vom 05.06.2015

Liebe Clara-Sammler/innen,

am vergangenen Mittwoch war ich selbst mit meinem Sohn Johannes wieder einmal auf der Halde.

Das Material vom Diagonaltrum habe ich mir nicht angesehen.
Auf der Fluorithalde waren zwei neue Ladungen Material abgeladen, leider gab es da nur relativ dichtes Material, kaum lila gefärbt. Zum Teil gab es aber auch Sellaitanteile sowie ein paar eingewachsene Scheelite zu beobachten. Im Sellait parkettierte Fluorit-Flächen und Stapel aus kleinen Fluoritwürfeln.
Im gewendeten Silberspatmaterial kamen Massen an derbem Fahlerz vor, teilweise mit Chalkopyrit durchsetzt.
Auf der Barythalde waren ein paar höffige Brocken zu finden - darin Arsenopyrit-Nädelchen, etwas Bariopharmakosiderit, eine hübsche Agarditstufe, im Nebengestein Fluorit von Quarzrasen überzogen sowie klare Baryt-xx fast nadelig. In einem Baryt-Brocken mit Galenit(?)-Einsprengseln standen in ein paar Zwickeln creme-weiße Nadeln, vermutlich Rhabdophan.
Soweit mein Bericht vom Mittwoch.

Außerdem hat mich eine Ergänzung von Dieter Mader zu den Funden Anfang Mai erreicht, in der er im wesentlichen die Funde von Jürgen Härer bestätigt. Dazu sandte er Photos, die Ihr hier auf der Website nahschauen könnt - eine außergewöhnliche und schöne Sellait-Kugel, Malachit und Mixit, Torbernit und Uranophan. Darüberhinaus erinnert er uns daran, die Augen auch sonst für die Natur zu schärfen - so konnte er am Rand der Halde Eidechsen beim Liebesspiel beobachten ....

Herzliche Grüße Euch allen
Jörg

Photos zu Newsletter No 141/142

Newsletter No 143 vom 14.07.2015

Liebe Clara-Sammler/innen,

Harry Marsman schickt uns einen neuen Bericht von der Sammlerhalde, nachdem es ein paar Wochen nun "verdächtig" ruhig gewesen ist. Dir, Harry, herzlichen Grüße und ebensolchen Dank für Deinen Bericht:



Hallo,

In der Woche von 28.6 bis 4.7 waren Ria und Ich wieder im Schwarzwald und natürlich auch auf der Suche nach Mineralien in der Hitze!
Leider war es nicht so fündig am 29. und 30.6., die Ergebnisse siehe unten :

In Silberspat und Diagonaltrum nur altes Material und viel Sand.
in Fluorit viel Sand und nur einige größere Stücke Fluorit, aber ohne Stinkspat. In der Fluorit habe ich einige Amethystdrusen gefunden.
In Baryt war ein Kollege aus Berlin fündig mit seiner Arbeit an einem großen Klumpen mit sehr schönen und großen Kristallen von Beudantit (Handstufen)!!
Danach habe ich das weiter bearbeitet und es kamen noch mehr Beudantit/Segnitit-xx, Duftit-xx, Bayldonit-xx und kleine Karminit-xx an das Tageslicht.

Am Donnerstag, 02.07 war ich um neun Uhr der einzige Sammler und da war es schon sehr warm (29 Grad).
Ich hatte das Glück, in einem großen Stück Baryt, ohne Anzeichen von Erz, in einer Spalte ein Mineral mit einer neugier erweckenden Farbe zu finden.
Es sind kugelförmige Aggegate von feinen nadelförmigen Kristallen; auch gibt es Garbenformige ausbildungen. Das Mineral hat keine chemische Reaktion mit Salzsäure und ist damit kein Carbonat wie Malachit (mein erster Gedanke).
Meine Gedanken sind das es vielleicht Rhabdophan sein kann, aber ich habe diese
saure grüne Farbe noch nie gesehen!!
Auf dieses Mineral gibt es daneben Dendriten die frei aufgewachsen sind (vielleicht Mn-Dendriten).

Harry Marsman

Newsletter No 144 vom 24.07.2015

Hallo, liebe Sammlerinnen und Sammler da draußen,

der Sommer ist heiß, vielleicht sind darum so wenige in Wolfach und im Newsletter laufen daher so wenige Erfolgsmeldungen auf?!
Jedenfalls am letzten Freitag bei 35° konnte man schon den Eindruck bekommen. Lange - muss ich zugeben - habe ich es auch nicht ausgehalten. Gerade mal zwei Stunden und schon nach einer halben lief mir der Schweiß in die Gummistiefel.
Im Silberspat war entweder Nebengestein oder relativ kompaktes Fahlerz ohne Drüschen, in denen sich etwas hätte entwickeln können. Das meiste machte den Eindruck, dass es dort schon recht lange liegt.
Der Baryt war noch am höffigsten, dort gab es partiell Kupfermineralisation, Cornwallit, Agardit, Olivenit. Auch etwas Konichalcit haben andere gefunden.
Der Fluorit war tw. mit Sellait durchsetzt, allerdings kaum Erzmineralisation. Dafür habe ich in diesem Bereich Drusen mit parkettierten Fluorit-xx bis 1,5 cm KL gefunden.
Das Diagonaltrummaterial war wohl eher - wie schon länger - als Mischerz anzusprechen, mit viel Sand durchsetzt.
Den Olivenit und den Fluorit habe ich mitgenommen.

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen hieß es - mit aller Vorsicht - dass derzeit wieder ein Bereich in der Grube aufgefahren werde, in dem es in der Vergangenheit immer wieder Karminit gegeben habe. Ob das dann beim halden open auf Halde liegt ??

Herzliche Grüße
Jörg





Newsletter No 145 vom 09.08.2015

Liebe Clara-Sammler/innen,

seit gestern bin ich von meinem Urlaub zurück und wollte Euch ein wenig von meinen Eindrücken von der Sammlerhalde weitergeben. Am Samstag vor acht Tagen (01.08.) war ich beim Halden-Open und dann unter der Woche am Donnerstag noch einmal auf der "kleinen" Halde.

Der Karminit ließ sich leider nicht finden (vgl. Newsletter No 144).
Auf der Gelände der Sachtleben befand sich außer dem "gewöhnlichen" Haufwerk (Fluorit, Baryt und Silberspat) ein neuer Haufen mit "Vergleichsmaterial" aus einem neuen Vortieb in der Clara - hier hatten die Betriebsmitarbeiter Material gesammelt, das zunächst noch durch die Geochemiker analysiert werden soll, ob sich der Abbau in diesem Bereich der Grube auch lohnt.
Das Material war reich an Fahlerz, Pearceit und Chalkopyrit, aber für uns Mineraliensammler/innen war es zum überwiegenden Teil zu dicht. Arsenopyrit fehlte. Die manchmal cm-großen Pearceit-xx waren in der Matrix eingewachsen und zerbrachen beim Aufschlagen der Steine. Aber immerhin: In den selten zu findenden Quarzdrüschen gab es zumindest nette Fahlerz-xx und auch ein paar kleine deutlich geriefte Pearceit-xx waren auch zu finden. Selten auch Rhabdophan.
Hin und wieder fanden sich auch Partien mit Rotgestein in diesem Haufwerk, mit überwiegend eingewachsenem Scheelit, nur äußert selten auch freie Scheelit-xx. Im selben Material auch ockergelbe pustelige erdige Aggregate, evtl. ein sekundäres Wolfram-Mineral.
(Ergänzung: Im April wure von einem der anwesenden Sammler im Rotgestein auch wieder einmal Anatas gefunden).

Im Baryt gab es einige Partien mit Cu-Mineralisation: Olivenit, Cornwallit, Malachit(-Locken), Brochantit, dazu etwas Agardit. Hier neben Fahlerz (derb) auch Arsenopyrit, in den umgewandelten Bereichen auch Bariopharmakosiderit sowie Connellit, Devillin und Langit/Posnjakit. Ebenfalls im Baryt, tw auch im Fluorit, Mn-Vererzungen ( MnO/OOH...), tw auch xx (Romanechit??). Der obligate Goethit war natürlich auch dabei. Etwas schwach gefärbter Honigspat und ein kleines Stück von kugelig ausgebildetem Skorodit wurde ebenfalls gefunden.

Ein besonderer Fund von Skorodit auf der "kleinen" Sammlerhalde verdient ebenfalls Erwähnung, im Lauf der Woche nach dem Halden open von Dieter Mader entdeckt: Im hinteren (also alten) Bereich des Fluorit-Haufwerks wurde zwischen dem noch vorhandenen lila Fluorit ein Brocken gefunden, der eher zum Silberspat-Nebengestein gehört. Darin eine Quarzkluft. Auf dem Quarz Fluorit-Würfel und auf diesen Skorodit-xx.

Soweit meine Funde und Beobachtungen bei anderen. Würde mich über Ergänzungen freuen !
Herzliche Grüße
Jörg


Nachtrag:
Im Baryt neben den bereits erwähnten Cu-Mineralen konnte beim Knacken außerdem Parnauit entdeckt werden sowie im Rotgestein in Quarzdrusen Rhabdophan.


Außerdem hat mich gestern ein Bericht von Hans-Peter Maaßen (muchas gracias!) erreicht, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. Er bezieht sich wie mein letzter Bericht auf die Fundsituation Mitte Juli:


Hallo Jörg, liebe Clarafreunde,
der Zusammenfassung (newsletter 144) kann ich mich nur anschließen, da auch ich in dieser heissen Woche auf der Clara viel geschwitzt und wenig gegraben habe. Eigentlich wollte ich deshalb keinen Bericht abgeben. Wie so oft, habe ich bei der Nacharbeit allerdings festgestellt, dass wir das Material unterschätzt haben. Am letzten Tag habe ich nämlich einen Brocken mit Phosphatmineralien (leider zersetzt) gefunden. Graben wegen der Themperaturen nicht angesagt.
Neben dem schon erwähnten Konichalcit aus der rechten Halde(Gemischtes?)und Parnauit xx konnte ich sehr schöne Baryt xx in einer Druse mit kugeligen Manganoxiden bergen. Interessant waren auch dendritisch ausgebildete Manganoxide die in großem Umfang auf Goethit auftraten. Unter dem Mikroskop war ersichtlich, dass auf diesen Aggregaten unzählige winzige xx von Romanechit (okt.) ausgebildet sind.
Die eigentliche Überraschung hatte ich zu Hause nach dem Knacken des dürftigen Materials. In dem Manganmaterial ging eine Druse mit nadeligem Romanechit im Sagenitgitter auf.
Ein Salbandstück mit eingewachsenem Kupferkies (aus dem Stinkspat)zeigte in freigelösten Klüften des KK XX von wahrscheinlich Bismutit.
Beim weiteren Aufarbeiten ging eine ca. 1cm grosse Druse mit tlw. gelöstem Kk auf. In den freien Bereichen waren tolle
violette Fluorit(chen) und eine Menge silberfarbener nadeliger xx mit Längststreifung und tlw. subparaleler Verwachsung aufgewachsen. Wahrscheinlich handelt es sich um Emplektit. Eine wunderschöne Stufe aus dem Nichts.

So wurde aus einer weniger gelungenen Suche ein guter Erfolg.

Viele Grüße aus dem Rheinland von
Hans-Peter Maaßen

Newsletter No 146 vom 09.10.2015

Liebe Newsletterempfänger/innen,

fast zwei Wochen nach dem Haldenopen und nach drei Berichten wird es nun Zeit, diese Berichte zusammenzufassen und Euch zur Verfügung zu stellen. Doch vorab schon mal meinen Dank an die Berichterstatter Dieter Mader, Jürgen Härer und Rolf Reeck.

Am Wochenende 25.-27.09. war ich selbst vor Ort und konnte ein paar kleiner Stüfchen bergen. Am auffälligsten war der hohe Anteil an Rotgestein im Silberspat. Es gab also durchaus Hoffnung auf ein paar gute Funde, zumal aus sonst wirklich verlässlicher Quelle bekannt war, dass am Wochenende zuvor in einem – einsamen – Brocken mit solchem Gestein nach längerer Zeit wieder einmal reichlich Rankachit gefunden wurde (Danke für diese Auskunft, Wolfgang!). Leider konnte ich an diesem Wochenende nichts Vergleichbares finden und mir ist auch kein weiterer solcher Fund bekannt geworden. Im selben Material war im Lauf der Woche vor dem Halden open auch Anatas gefunden worden (konnte ein Stück davon sehen).

Im Rotgestein gab es auf der Halde dann zwar quarzreiche Areale und Drüschen, auch Pyrit, mitunter Markasit, in den Quarzbändern mitunter auch nette blassblaue Fluoritwürfel. Gefunden habe ich selbst aber nur auffällig grüne Sericit-„Bällchen“ im Quarz und Partien, die mit zumeist eingewachsenen Scheeliten auffielen, Durchmesser bei 1 mm. Noch ist nicht alles Rotgestein ausgewertet, aber bisher konnte ich nur zwei Partien finden, in denen auch ein paar wenige freie Scheelit-xx mit Durchmesser um 1 mm auf dem Quarz aufgewachsen waren.
Im Baryt konnte ich (frisch) flaschengrüne Bariopharmakosiderite finden, leider keinen Skorodit, mit dem der grüne BaPha sonst öfter mal vergesellschaftet war. Andere fanden Malachit und Anflüge von Azurit, aus der Woche vor dem Haldenopen sind cm-große MnOx-(evtl.Kryptomelan-)Aggregate bekannt.

(In den nächsten Tagen werde ich auf den Unterseiten des Vereins noch einen Kurzbericht zur Vereinsversammlung und zum Vereinsverkauf ergänzen)


Und nun zu den Berichten der anderen Sammler:


1. Dieter Mader:
Das war ein recht erfolgloses Unterfangen, mein Ausflug zur Clara. Die ganze Woche nur Mist. Die Scheelite und sonstiges, war und ist nicht würdig eingedost zu werden. Hoffnung habe ich noch, das die Butzen Arsenkies noch etwas bereit halten.
Am Freitag fand ich einen kleinen Brocken mit Beudandtit in Rosettenausbildung. Zu Hause nach dem Formatieren kamen noch Karminite? zum Vorschein.



2. Jürgen Härer:
Vom 21. bis zum 27. 9. war ich zum Sammeln in der Clara, die Funde waren nicht überwältigend, aber ein paar schöne Sachen waren wie immer dabei:

Am Montag habe ich lediglich ein Stück mit Bismutit und violetten Fluorit xx gefunden, in Quarz Hohlraumpseudomorphosen von Calzit/Siderit(?) im Nebengestein.

Einen Brocken mit Scheelit gab es am Dienstag, der hat ein paar nette Stüfchen und ein gutes mit ca. 20 xx geliefert. Die xx sind bis maximal 1 mm groß, meistens jedoch viel kleiner. Aber teilweise sind sie hochglänzend orange und schön mit Fluorit, Pyrit und Markasit vergesellschaftet. Andere interessante Mineralien habe ich im Scheelitmaterial nicht gefunden, lediglich einen Beleg von Anatas.
Im Silberspat ein großes drusiges Erzstück, leider nur Quarz, Fluorit, Fahlerz und Kupferkies zum Verschenken, sehr kleine Rhabdophan xx, kein Arsenkies oder Pearceit.

Mittwochs hat es geregnet und ich bin relativ früh gegangen, lediglich einen violetten Flussspatbrocken, der sich als taub herausgestellt hat (winzigste Spuren von gelben Mineralien) und MnOx xx, wahrscheinlich Pyrolusit, habe ich mitgenommen.

Donnerstag gab es auf der Barythalde einen großen Brocken, der in den Klüften mit Segnitit überzogen war, ein Stück liegt jetzt am Eingang, schön gelbgrün. Etwas Duftit und Bayldonit war auch dabei.

Freitag waren schon viele Sammler für das Halden open da und die Sammlerhalden war wieder perfekt aufgeräumt, so dass ich mich entschlossen habe, in Wittichen auf der Schmiedestollenhalde vorbeizuschauen. Überraschenderweise habe ich dort mit ein bisschen Graben fast mehr als in der Clara gefunden! Gefunden habe ich schöne Erythrin xx, vermutlich Annabergit xx? (die Kristalle sind auf Erythrin aufwachsen und olivgrün, graugrün und teilweise richtig himmelblau, zuerst dachte ich an Olivenit), Pharmakosiderit xx, Yukonit/Arseniosiderit/Tripuihyit xx?, Hämatit xx und Baryt xx (sammelwürdig), Nickelin?, Gerdorffit xx?? (als silbriggraue Kuboktaeder mit rosa Überzug), winzige Silberdentriten, Zeunerit/ Torberit xx und vermutlich Heinrichit.

Samstags beim Halden open habe ich ein Stück mit zersetzten Eisenphosphaten gesehen, angrenzend ordentliche xx aus der Crandallitgruppe(!), Fund auf der Silbespathalde. Dort auch Brochantit und Devillin xx. Sehr schön waren gute, klare und hochglänzende Siderit xx mit Kupferkies auf porösem Quarz / Baryt, das Material gab es mehrfach, einen Brocken habe ich auch gefunden.

Am Sonntag habe ich im Silberspat einen massiven Brocken Katzengold für die Kinder aufgeklopft. Überrascht war ich, als ich in einer ca. 3 x 1 cm großen Druse mattgrau metallische, nadelig abgeflachte xx bis zu 1/2 cm Länge entdeckt habe. Das könnte gut Emplektit sein, Berryit kenne ich etwas anders ausgebildet.

Viele Grüße, Jürgen
Härer


3. Rolf Reeck

Hallo Jörg,
2 Tage von 14 Tagen brachten sammlungswürdige Ergebnisse.
Am ersten Tag (21.09.) brachte ein großer Nebengesteinsbrocken an der "Silberspathalde "( Gneis mit etwas Rotgestein, Baryt und Fluorit) sehr viele Scheelite hervor. Zum Teil aneinandergereit wie auf einer Schnur. Sie sind klein haben aber eine sehr schöne Honigfarbe.
Den unscheinbaren Brocken (Einzelfund) hatten anscheinend schon viele Sammler als Sitzunterlage benutzt. Vom Material passte er gar nicht zu der Silberspathalde. Ein weiterer Nebengesteinsbrocken lieferte nach zähem Kampf eine Druse mit kleinen (KL ca 6 mm) mattblauen Fluoriten auf Quarz. Sehr schön anzuschauen.

Am letzten Tag ( 02.10.) ebenfalls als Einzelfund auf der ehemaligen Diagonalhalde ein kopfgroßer Quarz/Fluorit-Brocken, der beim Zerschlagen etwas Blei zeigte. Hoffnung keimte auf.
Als Ausbeute kamen aber nur 2 Cerussite hervor. Einer mit ca 6.5 mm Länge, mattweiß mit schöner Längsstreifung. Der zweite Cerussit ist ein kleiner, hochglänzender cognacfarbener Kristall auf Quarz.

Der Brocken kam wohl aus dem Bodensatz der Halde die umgedreht wurde. Wie man sieht, sind (Einzel)Funde möglich. Der Zufall regiert aber immer stärker mit. Auf einen Neues im nächsten Jahr.

Newsletter No 147 vom 21.10.2015

Liebe Clara-Sammler/innen,

kurz vor "Toresschluss" hat mich noch einmal ein ausführlicher Bericht von Gerd Püls erreicht (s.u.) - herzlichen Dank dafür !!
Außerdem haben beim Clara open noch weitere Sammler von dem sehr weißen stark silifizierten Baryt gefunden, der einzeln verstreute Fahlerzeinsprengseln und ebenso vereinzelte Chalkopyrit-Kriställchen enthielt. Auf dieser Matrix fanden sich in einigen Barytzwickeln schöne rundliche, transparent braune Siderit-xx. So z.B.: Bert Schijf, der mir ein paar Photos zugemailt hat (herzlichen Dank, Bert!). Die Photos könnt Ihr die Tage auf der Website unter dem Fundbericht vom Halden open finden.

Und hier der Bericht von Gerd Püls:

Hallo Jörg,
hier ein neuer Fundbericht von der Mineralienhalde.
War in der Zeit vom 05.10 - 11.10 in Kirnbach,das Wetter war super bis auf den Dienstag,
da hatte es den ganzen Tag nur geregnet.

Im Silberspat waren nur wenige Funde zu verzeichnen, ein Kollege aus Lörrach fand ein kleines Stüfchen mit orangefarben Scheeliten und einen Polybasit - Tac mit ca.10mm. Meine Wenigkeit fand nur etwas Silberblech auf Chrysokoll und Pyrit bis 1mm und etwas Arsenkies.

Barytspat: Die ersten beiden Tage war das Material sehr klein und nichts drin.
Am Mittwoch waren mehrere größere Blöcke dabei, wo unter anderem Ba - Pharmakosiderit, Skorodit, Agardit, Olivenit anwesend waren.
Am Donnerstag war ein großer Block auf Halde mit ca.150kg, den wir ( Odenwald Paul und ich ) bis auf ein Durchmesser von ca.60 cm zerkleinerten, dieser enthielt Ba- Pharmakosiderit in verschiedenen Farben und Olivenit bis 8mm.Den letzten Rest von den Block mussten wir genervt liegen lassen. Grins - da ging absolut nichts mehr. Verlust: zwei Spitzmeißel.

Flußspat: Nur wenige Funde von Stinkspat, die ich alle so mit genommen habe wie sie waren zur Auswertung in den nächsten Tagen, und eine nette violette Flußspatstufe xx.

Diagonaltrum: So weit nichts Nennenswertes, nur taubes Gestein.

Ich freue mich auf das nächste Jahr .
Gerd


P.S. Die Mineralienhalde hat heuer bis zum 07.11.2015 geöffnet.

Newsletter No 148 vom 02.11.2015

Liebe Clara-Freund/innen,

noch bis Ende der Woche besteht Gelegenheit, auf der Sammlerhalde Funde zu machen. Da kommt der Bericht von Frank Schimak gerade Recht, der vergangene Woche wieder in Wolfach war. Hier könnt Ihr Euch schlau machen:

Fundbericht vom 19.-23.10.2015

Bei schönem herbstlichen Wetter ohne Regen und nachmittags netten 14°C und Sonnenschein konnte ich meinen zweiten Clara- Aufenthalt 2015 richtig genießen. Ein paar bekannte Gesichter waren auch da und nette Bekanntschaften sind neu dazu gekommen. Das Material wurde auf allen Halden regelmäßig ausgetauscht oder gewendet- da gab es aus meiner Sicht überhaupt nichts auszusetzen. Eine genaue Trennung der einzelnen Halden nach Silberspat, Baryt, Fluorit und Diagonaltrum scheint z.Z. produktionsbedingt nicht möglich, sodass auf allen Halden gemischte Paragenesen vorlagen. Mit ein bisschen Arbeit und Wissen um die richtige Paragenese konnte man folgende Mineralien sammeln, die ich bei anderen Sammlern gesehen oder selbst gefunden habe:

Scheelit (klein), Malachit, Azurit, Cornwallit (viel), Parnauit, Bariopharmakosiderit (wenig), Olivenit (sehr viel), Cuprit, Langit/Posnjakit, Connellit, ged. Silber, Devillin, Cervantit, Skorodit, Lavendulan (sehr wenig), Arseniosiderit (erstmal nur Verdacht), Mineralien der Crandallit- Gruppe, Rhabdophan, Galenit, bleihaltiger Rhabdophan, Duftit (Einzelfund), Zeunerit/Torbernit (wenig), Magnesit (wenig), Calcit, Chalkopyrit, Arsenopyrit, Pyrargyrit (eingewachsene Tropfen), Segnitit/Dussertit (gute xx), Ferryhydrit (Verdacht neben zersetztem Skorodit)

Highlight für mich war ein Fund aus dem Fluorit- Material. Hier konnte ich Strontianit (Verdacht, nur erst einmal von mehreren Sammlern visuell und mit Säureprobe bei Carsten bestimmt) auffinden. Im gleichen Fundstück gab es in einem anderen Hohlraum mit Gips und Coelestin (Verdacht, noch nicht untersucht) eine ganz ähnliche Paragenese wie im Mai dieses Jahres. Aus einem recht kompakten größeren Brocken aus dem Silberspat mit viel derbem Fahlerz öffnete sich ein einziger Hohlraum im Randbereich. Dort kam ein Polybasit x mit ca. 12mm Größe zum Vorschein. Nicht mehr frisch und mit Covellin xx überwachsen aber augenscheinlich noch komplett und unbeschädigt.

Insgesamt wieder eine sehr nette, aber intensive Clara- Woche mit straffem abendlichen Programm.

Frank Schimak, Berlin

Newsletter No 149 vom 29.03.2016

Liebe Clara-Freunde,

seit Ostersamstag ist die Halde wieder eröffnet - und schon gibt es die ersten Funde zu verzeichnen. Dir Richard, herzlichen Dank für Deinen Bericht, den ich hiermit an die "Clara-Gemeinde" weiterleite.

Herzliche Grüße Euch allen !


... Ostergeschenke von Tante Clara?
Ja , gestern war wieder Saisonstart und dass bei traumhaften, warmen Sonnnenwetter.
Meine Funde waren schöne Olivenite bis 5mm mit sehr reichlich Cornwallit dabei, welcher auch glasig ausgebildet ist (Gilmarit ich höre dich trabsen). Es gab etwas Bleibarytparagenese zu finden. Leider noch ohne rote Nadeln.
Doch ein kindskopfgroßer Brocken hat sich als der "Trüffel" herausgestellt. Edles Silberspat. Quarziger, klüftiger Brocken mit etwas Baryt , dazu mit Erzmineralien Chalkopyrit, Arsenopyrit und Famatinit/Luzonit durchsetzt. Ein schwarzes Erzmineral konnte ich am Abend unter dem Mikro als Polybasit-Tac bestimmen, welches auch nette kleine xx in Hohlräumen bildeten. Das "Ostergeschenk" bestand aber aus den freien XX von unser so gesuchten Rotgülden Pyrargyrit und seinen anderem edlen Begleiter Pyrostilpnit. Und nach ersten visuellen Vergleichen gab es noch ein Zugabe in Form von Billingsleyit dazu, welcher ich noch abchecken lassen werde.
Somit kann ich als Resume sagen, dass sich erste Haldentage immer wieder lohnenswert sind. Den anderen viel Finderglück in den nächsten Wochen .
Grüße, euer Richard

Newsletter No 150 vom 21.04.2016

Liebe Freunde von Clara-Mineralien,

Hans-Peter Maaßen hat mir letzte Woche geschrieben und hat ein paar schöne Funde gemacht - sein ausführlicher Bericht weiter unten. Dazu - noch weiter unten - ein paar Ergänzungen aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ...

Euch allen, vor allem denen, die Ihr an diesem Wochenende in Wolfach seid, wünsche ich gute Funde und hoffe, das Ihr mir bald darauf berichtet, so dass ich die Informationen hier weitergeben kann. Leider bin ich (s.o.) dieses Mal nicht vor Ort.


Hallo zusammen,

ein kurzer Bericht von den Clarafunden dieser Woche.

Trotz dreier Regentage hat es zu zwei guten Funden gereicht. Am Dienstag gab es Scheelite "bis der Arzt kommt" bei strömenden Regen. Interessant war die Paragenese mit sehr gut ausgebildetem Markasit und Crandallit/Arseno? Die besten Markasitkristalle, die ich in dreißig Jahren gefunden habe.
Scheelithandstufen mit geschätzten 60 Kristallen in guter Ausbildung und Farbe, allerdings meist klein.

Freitagmittag habe ich meine Jahrzehntstufe gefunden. Reines Glück, da wir wegen Dauerregen erst Mittags aufgeschlagen sind. Der erste Brocken war der Volltreffer. Zuerst viel und guter Olivenit und dann kam der Erzanhang (Leider ohne silberhaltiges Fahlerz). Alle Varianten von Barioph.(gelb bis grünblau) und als Knüller 5 Stufen mit dunkelblauem Skorodit. Leider keine Einzelkristalle, alle kugelig. Als Überraschung stellte sich in der Wohnung auch noch Cervantit in verschiedenen Farbvarianten ein.
Probleme wird das Formatieren bei dem verquarztem Schichtmaterial bereiten. Ich werde wohl die Steinschleife bemühen müssen. Am heutigen Samstag wieder Dauerregen ohne sammlerische Aktivität. Es war ein Vergnügen, Richard in Aktion zu sehen. Funde habe ich nicht gesehen.

Fotos folgen, wenn nach der Formatierung etwas übrig bleibt.

Gruß aus dem total verregneten Oberwolfach.

H.P.


Dazu gibt es ergänzende Berichte, die das bestätigen:
Es wurde Scheelist in guter Ausprägung gefunden, zusammen mit Markasit und Pyrit, außerdem waren in diesem Material freistehende Anatas-xx. Ebenfalls gefunden wurde Parnauit.
Aus den letzten Tagen stammt ein Fund von Konichalcit im Fluoritmaterial, sowie Fluorite mit KL um 2 cm.

Soweit meine Infos
Herzliche Grüße
Jörg



Liebe Clara-Sammler/innen,
als Ergänzung zu meinem Bericht von gestern noch eine kleine Nachricht von Jürgen Ingendahl:


Hallo Jörg!

Die ganz tollen Konicalcite mit gift grüner Farbe habe ich selbst gesehen und auch selbst welche gefunden. Dazu schöne Connellite, Arsenkiese, Olivenit, und Barios. Mal sehen, was die genauere Untersuchung später noch zu Hause ergibt.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Ingendahl

Photos zum Newsletter No 150