Newsletter-Archivseite 18

Newsletter No 181 vom 17.04.2019

Liebe Clara-Sammler/innen,

ich fasse hier ein paar Berichte zusammen aus den ersten beiden Wochen der Sammlerhalde.

Jürgen Ingendahl schreibt am 14.04. Folgendes:

... Habe dennoch wohl auch was von der Kupferparagenese gefunden (Z.B. Vermutlich Konichalcit; Cuprit, Silber, ged. Kupfer und Chrysokoll ??) sowie viel Fahlerz in Quarz- und Barytdrusen,aber durch den Regen und das viele Wasser in den Drusen waren weitere Bestimmungen nicht möglich.
Deshalb habe ich verdächtiges Material einfach mal so mitgenommen. Mal sehen, was da noch rauskommt.


Richard Bayerl berichtet am 15.04. über seine Funde:
Hallo Clarafans von meiner Seite, vermutlich haben es die "Buschtrommeln" schon verkündet dass ich a.) am Samstag unten war und b.) was ich so an Rohmaterial mitgenommen habe.
Punkt um es war ein angenehmer Start up in die neue Sammelsaison.

Frisch aufgefahrenes Haufwerk von der Aufbereitung. Etliche große, bunte Brocken. Speziell auf'm Silberspat.
Zu den Funden. Aus einem größeren Haufen vorsortiertem Material kamen die üblichen Verdächtigen zum Vorschein. Handstufe bläuliches Crandallitgruppenmineral. Nach EDX und Ramen kommt es in die Sammlung.
Sehr gute Konichalcite als größere Hohlraumfüllung. Kommt in Sammlung. Klinoklase, zumeist sonnenartig ausgebildet, aber bis 2 cm Durchmesser. Möglich für Sammlung.
Größere gut ausgebildete Tungstibite. ged. Silber, ged. Kupfer, Cuprite, Cornwallite, Olivenite.
Scheelite, recht kleine xx im Rotgestein. Verdachtsmomente auf andere, seltenere Mineralien gesehen.
Bleibarytisches Material. Beudantit/Segnitit, u.a...


Richard macht uns auch noch auf Folgendes aufmerksam:
Inzwischen gibt es auch Barytmaterial aus Marokko auf der Halde. Das ist ein sehr heller Baryt. Bitte diesen nicht mit Material von der Clara verwechseln.

Herzliche Grüße
Jörg



PS. in eigener Sache:
Wer regelmäßig auf www.clara-mineralien.de nachsieht, wird gemerkt haben, dass ich endlich auf der Seite wieder etwas tut. Seit Oktober konnte sie nach einem schweren Malwareangriff nicht mehr bearbeitet werden. Nun habe ich aber wieder alle Daten und habe die Website wieder rekonstruiert.
Außerdem habe ich auf den Mineralienseiten viele Photos ergänzt.
Im Verein bemühen wir uns seit ca zwei Jahren neben der Mineraliensammlung im Museum auch eine Bilddatendatei aufzubauen, da die meisten uns interessierenden Mineralien ja nur unterm Mikroskop zugänglich sind.
So gab es eine Reihe von Photographen, die uns - gestuft (nur Zugang für Museumsarbeiter, Vereinsmitglieder und Forschung // Auch Verwendung für die Vereinszeitschrift // bis hin zur Freigabe für die Website) - ihre Photos zur Verfügung stellen. Dank derer Mitarbeit konnte nun das Portfolio an Photos bedeutend erweitert werden. Schaut einfach selbst.
Und falls Ihr etwas auch photographiert und uns für das Photoarvchiv im Museum (oder weitergehend) Eure Aufnahmen zur Verfügung stellen wollt, dann würden wir uns darüber natürlich sehr freuen. Schreibt mir bitte, dann sende ich Euch einen Formbrief mit den Einzelheiten dazu.

Newsletter No 182 vom 23.04.2019

Liebe Empfänger/innen des Newsletters,

hier schon die nächste Nachricht von Richard Bayerl, der am Karsamstag auf der Halde war:

... Es war wieder einmal spitzenmäßig. Frisches Material vom Highend Silberspatgang. Viel buntes Material. Und etliche Funde für die Sammlung.

Silber, Kuper, optimal ausgebildete oktaedische Cuprite in Quarzdrusen (fotogen!), Cornwallite, Agardite, Olivenite, Mineral der Arseniosiderit/Yukonit-Reihe, tiefgrüne bis schwarze Kugeln von Tungstibiten (fotogen auf weiß bis bräunlichen Baryt aufgewachen), sehr dicke Famatinite/Luzonite XX (die man mit 10 fach Lupe sieht), ...; und manches Mineral dass erst beim Aufbereiten rauskommen wird.
Eine Stufe ragt an dem Tag vermutlich über die anderen Funde hinaus.
Ein gut 50 x 30 x 20cm langer, schmaler Brocken mit einer seitlichen Druse ca. 30 cm Länge, in welchen sich ein himmelblaues Mineral der Crandallitgruppe befindet in kugeliger, nieriger Ausbildung. Auch ohne weitere Bestimmung ein "geiles Teil".

Der Rest des Erzes liegt noch auf dem Gelände von Sachtleben. Kann natürlich sein dass es diese Woche verarbeitet wird. ...

Da kann ich nur ein "Dankeschön" an die Baggerfahrer oder an wem /wen auch immer sagen (zur Not auch an dem Osterhasen). Ob es noch für die Halden Open eine Steigerung gibt? Man wird es sehen. Bis dann zum großen Buddeln.

Euer Richi

Newsletter No 183 vom 02.05.2019

Liebe Clara-Sammler/innen,

beim Halden Open am vergangenen Samstag habe ich manche von Euch getroffen. Wie Ihr dabei feststellen konntet, war das "High-End-Material" (Zitat Richard) wie am Wochenende zuvor auf der Sammlerhalde leider nicht mehr auf dem Betriebsgelände. Innerhalb der Woche wurde von der Sachtleben ein Auftrag für die Lieferung von Silberspat abgearbeitet ... Schade !

Dennoch gab es etwas zu finden, wenn man nicht mit zu großen Erwartungen gekommen ist. Gefunden habe ich sehr schön ausgebildete Fahlerz-xx, Crandallit (V.a. Arsenogorceixit) in kleineren Mengen, Konichalcit, Cornwallit, Malachit, Olivenit, Chrysokoll, Silber (Bleche und xx) und nach langer Zeit wieder mal Agardit ( faserige xx z.Z. stark ins Bläuliche gehend, aber auch langtafelige xx). das Ganze sitzt (vom Fahlerz abgesehen) bei mir auf z.T ins Gelbliche gehendem Baryt ("Honigbaryt"). Außerdem fanden sich auf meinen Stüfchen Spuren von Azurit, Tungstibit und Cuprit.

Soweit mein Bericht vom 27.04.2019. Wäre nett, falls darüber hinaus etwas gefunden wurde, wenn Ihr mit mir und den anderen Emfänger/innen des Newsletters Eure Fund(bericht)e teilt ...

Herzliche Grüße an alle

Newsletter No 184 vom 09.08.2019

Liebe Clara-Sammler/innen,

sicher wartet Ihr schon länger auf Nachricht. Ich auch. Leider habe ich, bis auf einen Bericht, den ich hier mit veröffentliche, seit April von niemandem mehr zur Veröffentlichung bereitgestellte Fundberichte erhalten.
Aber am vergangenen Wochenende war ich selbst mal wieder auf der (großen) Halde. Hier mein Bericht: Gefunden habe ich selbst: Connellit, Bariopharmakosiderit, Olivenit, Baydonit, Segnitit, Pearceit-TAC, Brochantit, Famatinit, Silber, Chrysokoll und Crandallit - das alles meist in kleineren Kristallen.
Die Zeit der High-Endfunde von April und Mai ist definitiv vorbei. Es gibt noch ein paar Restbrocken versteckt im großen Haufen, aber die muss man erst einmal finden. Neben den von mir berichteten Funden habe ich selbst gesehen oder aus vertrauenswüdigen Quellen erfahren:
Skorodit, darunter ein Einzelfund mit einem frei stehenden Kristall von gut 8 mm Größe. Ein großer Brocken Stinkspat mit gut entwickelten, ebenfalls um 8 mm großen xx von Torbernit/Zeunerit. Außerdem im Sellait Gips und Coelestin.

Soweit mein Fundbericht vom vergangenen Wochenende.

Harry Marsman hat mir vor genau einem Monat folgendes geschrieben:
In der Zeit vom 30. Mai bis 8. Juni 2019 war ich wieder im Schwarzwald, um die Clara Halden zu besuchen. Leider war ich zu spät, um die besonders guten Funde der vergangenen Wochen, einschließlich der Superfunde von Cuprit, Konihalcit und Klinoklas, zu erleben.
Überreste von festen Fahlerts mit Hohlräumen konnten noch auf der Stinkspathalde gefunden werden. In diesen Hohlräumen befanden sich kleine, aber gut kristallisierte Bilder von Polybasit-Tac und große Famatinit / Luzonit-Löcher auf Fahlerts. Außerdem wenige Klinoklaas, Konichalcit, Cuprit und Silber.

Nun wäre es an Euch, auch mal wieder einen Fundbericht zu schreiben. Wäre schön !!!

Herzliche Grüße

Jörg

Newsletter No 185 vom 04.09.2019

Hallo, liebe Newsletter_Empfänger/innen. Es gibt einen neuen Bericht von der Sammlerhalde von Jürgen Ingendahl. Hier im Original:

Hallo Clara-Fans,
am Dienstag und Mittwoch war ich spontan auf der Sammelhalde.
Am Mittwoch waren wir um 9 Uhr nur mit 3 Sammlern am Tor, erst um 10 Uhr tauchte die erste Familie auf, bei sonnigem Wetter.
Am Donnerstag starteten wir wieder mit 3 Sammlern, erst viel später kamen weitere Personen, dazu gab es bedeckten Himmel und leichten Regen. Erst am Nachmittag kam die Sonne raus. Die besten Funde machte ich am Dienstag Nachmittag bei brütender Hitze, da war ich die ganze Zeit schon wieder allein auf der Halde.

Folgende Funde von beiden Tagen kann ich vorläufig melden:

Silberspathalde: in dunkelgrauer und schwarzer Halde viele Brocken u.a. auch mit Rotgestein und einzelnen Drusen.
Vielfach Arsenkies, schöne Fahlerze z.T. mit Famatinit/Luzonit, kleine Scheelit XX , Rhabdophan XX und auch kleine Anatase.

Barythalde: in stark verquarzten Barytbrocken reichlich kleine Arsenkies XX , teilweise in Limonit umgewandelt, etwas Barios, vor allem Rot und Grün, OlivenitXX,
etwas Skorodit, etwas Azurit und Malachit, und in reinem Barytmaterial kleine grüne bis blaugrüne Nadelbüschel ( Untersuchung ob Goudeyit, Mixit, Zaleseit oder Agardit ?)

Fluorithalde: In rotbraunem lehm- und sandreichem Grundmaterial viele blaue bis dunkelblaue Fluoritbrocken, z.T. von fleischfarbenem Baryt durchzogen, in Drüschen mkleine gelbe Kugeln und grüne klare parallelverwachsene Täfelchen, sowie auch beige Nadelbüschel auf Fluorit XX.

Im hinteren Teil der Halde (hellgelb, sandig ) kleine und größere Brocken mit Fluorit/ Baryt / Quarzverwachsung, darin kleine Drusen mit HonigbarytXX (gedrungene Form), Hellbraune, innen farblos klare Baryt XX mit Limonitüberzug (gedrungene Form) sowie kleine klare farblose Baryt xx (vereinzelt bis 3 cm) als Meisselspäte , z. T. mit eingewachsenen Goethit (?)- oder Manganoxidkugeln.
Dadurch zeigen einige XX sog. Einschußlöcher im X, da die Baryte offensichtlich um die schwarzen Kugeln herumgewachsen sind.

Soviel von Jürgen Ingendahl.
Danke Dir für diesen ausführlichen Bericht.

Newsletter No 186 vom 27.09.2019

Liebe Sammler/innen,

dies ist jetzt kein Fundbericht i.e.S., sondern eher eine Sammlung. Seit dem Halden Open im August gab es eigentlich keine "größeren" Funde mehr, meistens waren es Einzelfunde, die man mit gut Glück machen konnte.
Aber sei's drum, ich wollte Euch dies als Zwischenbericht schreiben und freue mich darauf, Euch am ersten Oktoberwochenende auf der großen Halde wieder zu sehen.

Von Hans Peter Maaßen stammt ein Einzelfund einer Skoroditstufe (10cm) mit zahlreichen exzellent ausgebildeten xx von Anfang September. Dazu Parnauit, Rhabdophan, Arsenkies.

Jürgen Härer schreibt von seinen Funden zwischen 16. und 18. September:

Auch ich habe drei Tage von Montag bis Mittwoch (16.-18.09.) gesucht, aber bis auf kleine gelbgrüne Kristalle von vermutlich Dussertit und einzelne Olivenit xx nichts gefunden.
Aber bis ich das Material durch geschaut habe, wird es noch eine Weile dauern. Viele Möglichkeiten, da etwas Besonderes zu entdecken, gibt es aber nicht.

Erwähnenswert war noch eine Druse im Nebengestein, die ein Belgier gefunden hat, da waren schöne klare Calzit Kanonenspat Kristalle auf Fluorit aufgewachsen.

Im Vortrieb sind durchsichtige und hochglänzende Baryte aufgetaucht, die werden bestimmt in einiger Zeit, wenn der Abbau in dieser Zone ist, auch auf der Halde auftauchen.

Herzliche Grüße
Jürgen



Vom 21.September stammt der letzte Bericht von Richard Bayerl. Er schreibt:

Morgen liebe Leute,
gestern bei schönen sonnigen Wetter war ich mal wieder unten. Es war wieder ein Treffen mit vielen Bekannten. Material: auf allen Halden neu aufgeschüttet.

Silberspathalde: einige nette Buntitis und etwas klüftiges Material. Inhalt: Cornwallit, Malachit, Azurit von derb bis etwas kristallin. Einige Verdachtspoben mitgenommen.

Normalbaryt: Fund von anderen Sammlern von einigen schönen Barytstufen (Meißel bis 1-2 cm).
Für mich war ein von anderen Sammlern aufgeschlagener ca. 15 kg schwerer Brocken von Interesse. Fleischiger, grobkristalliner , klüftiger Barytbrocken mit etwas Quarz und kleinen eingewachsenen Stinkspatanteilen. Dieser ist voll mit einem Bismutit (das wahrscheinlichste im Moment, EDX und Raman folgend noch) durchsetzt. Meist derb, aber auch schön kugelige oder blättrig ausgebildet. Reste von dem Urerz sind noch erkennbar. Einige wachsglänzende, gelblichgrüne Individuen werden dann untersucht. Von Atelestit bis Eulytin ist alles möglich.

Fluorithalde: Fund von einem netten Handstück Stinkspat mit Sellaitanteilen und klüftigen Quarz, welcher teils rauchige Farbe aufweist. Visuell gesehen sind gelbliche Nadeln der Reihe Uranophan/Sklodowskit drinnen. Kommt auch zur nächsten Untersuchung dazu.
Netterweise war das Stück auch schon von jemand anderem mit dem Hammer bearbeitit und liegengelassen worden.

Somit ging ein fundreicher Tag mit für mich wenig Arbeit zufrieden zu Ende.
Grüße Richard



Außerdem gibt es ein Update unserer niederländischen Sammlerfreunde vom Kring Zwarte Would Mineralen, das ich in den nächsten Tagen auf die Website stellen werde.
Dort findet Ihr demnächst auch ein paar neue Photos, die ich in den letzten Wochen von meinen Mineralen angefertigt habe. Nach einer langen Phase des Aufbaus mache ich jetzt auch eigene Schichtphotographien. Das ist noch meilenweit von den Cracks der Szene entfernt, aber ich bedanke mich bei denen unter ihnen, die mir beim Aufbau Tipps gegeben haben und bin dankbar auch für Tipps von Euch, soweit Ihr Euch mit Schichtphotographie befasst.

Soweit die Übersicht über die vergangenen zweieinhalb Wochen.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg

Newsletter No 187 vom 15.10.2019

Liebe Clara-Sammler/innen,

ich bin Euch noch einen Bericht vom Clara-open am 5./06.10. schuldig. Ich selbst war schon am Freitag vor Ort und habe dann auch die Schlamm-Schlacht am Samstag mitgemacht - allerdings nur bis 11 Uhr, da war dann nicht nur meine Brille sondern auch die Lupe von innen beschlagen. Heißt: Da war nichts mehr zu sehen.

Alles in allem habe ich nichts Spektakuläres gefunden. Aber immerhin ein nettes Schatzkästchen, und das schon am Freitag,.
Da habe ich im Wesentlichen einen Brocken mitgenommen mit etwas Erz und größeren "Löchern", Nicht nur mit Wasser gefüllt - sondern man hat das Gefühl "in jedem Loch etwas anderes". Schöne und interessante Olivenite, Malachit, Azurit, Connellit, haufenweise Barios (z.T. scheint der Brocken wie überkrustet (was natürlich auch Beschädigungen auf der Außenfläche beinhaltet), einige wachsgelborange eher floral anmutende "Gewächse" (evtl. auch nur Barios - dann aber sehr ungewöhnlich).

Am Samstag habe ich einen Brocken mit Manganoxid gefunden, habe ich mitgenommen, weil ich durch meine beschlagene Lupe so etwas wie grüne blättrige xx sah. Zuhause erwiesen sich diese "xx" als Agardit - und zwar sehr schöne ausgebildete, z.T. pinselförmige xx-Aggregate, z.T. als Halbkugeln.. Viele sind noch intakt, (trotz Regen), es gibt aber auch verklebte Stellen.
Auf einem anderen Stück fanden sich schön ausgebildete grüne Crandallit-xx ("hexagonale" tafelige xx), Silber, Azurit, Malachit, Cornwallit etc

Alles in allem nichts Weltbewegendes, aber doch sehr nette Funde, von denen eine ganze Reihe in meine Sammlung wandern werden.



Außerdem möchte ich Euch noch den Bericht von Jürgen Ingendahl weitergeben, den er über das Wochenende verfasst hat:

Hallo Clara- Fans,
zurück von der großen Halde mußte ich erstmal die Arbeitsklamotten aufhängen zum trocknen. Das hatte ja geschüttet ! Viele Sammler hatten schon bereits am Samstag Vormittag bzw. Mittag aufgegeben, weil auch die Zweitgarnitur durchweicht war.
Einziger Vorteil war, dass man manche Brocken sofort aussortieren konnte und die Stücke mit Farbe gut zu erkennen waren.

Farbiges Material war jedoch recht wenig vertreten, meist als grüne eingewachsenes in den zwei Silberspathalden. Die eine war auf dem Firmengelände ganz links neben der Fluorithalde aufgeschüttet und stammte von der 18. Sohle im Bereich der Ruschelzone.
Auf dieser Halde arbeiteten sofort die meisten Sammler. Einer vermutete in seinem ersten aufgesammelten großen Brocken gleich Skorodit, was sich aber wohl leider nicht bestätigte.
Folgende Funde wurden bekannt: Olivenit, Malachit, Azurit (eher derb), Bleibaryt, Fahlerz, schöne Fluorite, Rhabdophan, grüne Nadeln im Barytmaterial, Amethyst, ewas Honigbaryt, kleine Scheelite in einem Brocken Rotgestein, kleine Siderite (?) im dunklen Fluorit.
Großes Handycap war, dass die Lupe gar nicht so schnell trocken gewischt war bevor die Löcher binnen Sekunden voll Wasser waren. Also mußte man die Stücke einfach auf Verdacht einpacken, ohne wirklich genau gesehen zu haben, was drin ist. Manche haben im Zelt oder im Auto einzelne Stücke nochmal rausgeholt und gewartet, bis die Löcher wieder einigermaßen getrocknet waren.

Meine eigenen bisherigen Entdeckungen sind:
Rhabdophan, Cornwallit, Olivenit, Siderite (?) im Fluorit, beige bis fleischfarbene längliche Garben (bis 8 mm) auf Fluorit mit kleinen klaren Fluoriten (?) drauf,gelb- grüne Nädelchen und grüne Aggregate im Stinkspat, kl. Fahlerz XX, etwas Arsenkies XX, Kupferkies.

Mal sehen was noch kommt.....

Herzlichen Dank an Dich, Jürgen , und allen Empfängern des Newsletters einen schönen Gruß von
Jörg Geißler

Newsletter No 187b vom 23.10.2019

Liebe Sammlerfreunde/innen,
das ist nur eine Ergänzung zum letzten Newsletter, konkret geht es um mein schon erwähntes "Schatzkästchen vom Freitag, 04.10.: Wie erwähnt, nichts Besonderes, meist (außer den Barios und dem Olivenit) sehr kleine xx und meist jeweils nur wenige Exemplare, aber eine sehr interessante und reichhaltige Paragenese, darum möchte ich das an Euch weitergeben.

In dem sehr quarzigen und drusigen Brocken (ca 40 x 25 x 20 cm) konnte ich folgende 22 Mineralien identifizieren:
Olivenit (in allen möglichen xx-Formen, fasrig, tafelig, langprismatisch-lattig, nadelig ...), Bariopharmakosiderit (leuchtend orange), Langit, Devellin, Connellit, Agardit, Cornwallit, Cervantit, Tungstibit, Fahlerz, Chalkopyrit, Famatinit, Covellin, Kupfer, Silber, Malachit, Azurit, Djurleit, Crandallit, Lepidokrokit, Rhabdophan, Chrysokoll - soweit die von mir identifizierten und ansprechbaren Mineralien.
Evtl. kommen dazu noch Bastnäsit (da muss ich mit einer größeren Vergrößerung ran, und ein weiteres Silbererz - die Bestimmung überlasse ich dann mal einem Experten).
Soweit mein Nachtrag zum 04.Oktober.
Allen denen, die nochmal vor Ende des Monats zum Sammeln zur Clara kommen, wünsche ich viel Erfolg und Spaß am Austausch mit den Sammlerkolleg/innen. Leider schaff ich es erst wieder im Frühjahr.
Bis dahin bin ich für den Rest der Sammelsaison auf Eure Berichte gespannt.

Bis dann - CU
Jörg

Newsletter No 188 vom 25.11.2019

Liebe Freunde von Clara-Mineralien,
die Sammelsaison 2019 ist zu Ende - und es war (trotz allen Unkenrufen) wieder ein gutes Jahr. Angefangen mit den sensationellen Funden vom April und Mai bis zu den weniger spektakulären im restlichen Jahr, die aber wieder ein paar Neubeschreibungen von Mineralien für die Clara brachten.

Anbei sende ich Euch den (für dieses Jahr vorläufig letzten) Fundbericht von Jürgen Ingendahl (herzlichen Dank Dir!):

Hallo Clara-Fans,

In der letzten Sammelwoche war ich auch 3 Tage in Wolfach, von Mittwoch bis Freitag Abend.
An allen Tagen konnte ich Funde machen, besonders viele Brocken mit vielen Löchern waren am Mittwoch im Fluoritmaterial, am Donnerstag waren sie unter einer Schaufel neuem Material verschüttet und am Freitag war alles zusammen umgedreht.
Auf der Silberspathalde war viel Gneis , wenig Baryt und etwas Fahlerz mit etwas Buntem und auf der Barythalde etwas Malachit, Cornwallit, Barios und Azurit zu finden. Ein Sammler fand einen ca. 35 cm langen Brocken mit schönen Klinoklas XX darauf. In einem Gneisbrocken fanden sich in einer Ader Dolomit- , Calcit- und Hämatitkristalle z.T. auf Quarz.
Die von Volker angeführten Magnesit, Sellait und Siderite fanden sich auch in meinen Brocken, ebenso ein Gips- Aggregat.
Schließlich fand ich im blauen Fluorit ein Stüfchen mit schönen gelben Nadelbüscheln, eines mit kleinen grünen Klaren Täfelchen sowie einen Brocken mit möglicher Wismutvererzung.

Somit war mein Saisonabschluss nicht schlecht, mal sehen was die Analysen ergeben werden ......

Beste Grüße Jürgen

Von meiner Seite noch eine "Entdeckung" unter meinen Altfunden (vom September 2014): Joy Désor konnte darauf Xenotim feststellen (also Y-Phosphat). Ein Link zu Beschreibung des Fundes: https://www.mindat.org/photo-1013581.html (Bei den Photos findet Ihr unten einen Pfeil, darauf klicken, dann könnt Ihr auch den Text dazu lesen).

Herzliche Grüße
Jörg

Newsletter No 189 vom 24.05.2020

Liebe Freunde und -innen der Clara-Mineralien,
seit Dienstag ist die Halde wieder offen, klar, mit Corona-bedingten Einschränkungen - die habe ich Euch schon mitgeteilt und Ihr könnt sie nachlesen unter https://mineralienhalde.com/

Sicher interessiert Ihr Euch für die ersten Eindrücke von Sammlerkolleg/innen und die derzeitige Fundsituation.
Was letztere eingeht, gehen die Meinungen auseinander, aber ich kommentiere die folgenden Berichte nicht, sondern stelle sie hier nur zusammen.


Meine Dank an dieser Stelle für die Berichte an Ferdinand Messmer, Rudolf Metz und Richard Bayerl (bitte bis zum guten Ende durchhalten und lesen!):

Ferdinand Messmer schrieb:
Hallo Jörg, gestern war ich auf der Halde, wir waren so ca. 10 Sammler und später kamen noch einige Familien hinzu. Eigendlich hat sich nicht viel geändert, wichtig; Abstand halten und mit Mundschutz bezahlen, oben auf der Halde kannste den Mundschutz wieder abnehmen, ansonsten alles wie es war.
Funde gab es keine, es lagen zwar viele Steine da, ich habe ein bischen Cuprit gefunden. Silberspat nix, Schwerspat nix, Flourit nix, nur taubes Gestein. In der Hoffnung, daß noch besseres Material kommt grüße ich alle Clara-Sammler. Dieser kurze Lagebericht schrieb euch Ferdinand Messner.


Rudolf Metz schrieb:
Hallo liebe Sammler - Freunde/innen, Hallo Jörg,
ich war heute da. Ich wollte es einfach wissen. Ich hatte mich vorher unter unter der bekannten Nummer telefonisch angemeldet. Mit mir waren gegen 09:00 Uhr noch zwei Ehepaare da. Es hat sich einiges verändert. Der Eingangsbereich ist zweigeteilt in Ein- und Ausgang. Auf dem Boden sind Abstandsmarkierungen. Im Eingangangsbereich herrscht Maskenpflicht. Es dauert alles etwas länger, da man sich in eine Anwesenheitsliste eintragen muss. Der Preis ist noch der gleiche. Es gibt aber keine Eintrittskarten mehr, sondern Kassenbons wie überall. Das Zelt ist mit entsprechendem Abstand bestuhlt, es gelten die Regeln wie in Gaststätten. Im Zelt gibt es keine Zeitschriften und Prospekte mehr.
Auf der Halde kann bei entsprechendem Abstand ohne Maske gearbeitet werden. Im Haldenbereich sind alle Sitzgelegenheiten verschwunden. Nun zu den Toiletten, hier gibt es nur Einzelzutritt, aber da hat sich gegen früher nicht viel geändert.
Zur Fundsituation: Auch das ist gleich gesagt. Es gibt in allen Haltenbereichen genügent frisches Material mit größeren und kleineren Brocken. Aber nur dichtes Material mit wenig Hohlräumen und wenig Erz. Ich besuche nun schon seit über 45 Jahren die Grube Clara. Ich nehme daher für mich in Anspruch, mich einigermaßen auszukennen. Jedenfalls gab es für mich heute nichts zu finden. Aber weil ich die Grube Clara kenne, ist morgen vielleicht alles anders. Ich werde wiederkommen.

Viele Grüße und Glück Auf!
Rudolf Metz


Richard Bayerl hat erst einmal ein paar "Beweisphotos" geschickt, dass es da auch andere Einschätzungen geben kann - nämlich Photos von Scheelit, Ferberit, Lavendulan, Polybasit-TAC und Rutil, ferner von Cornwallit- Rädchen, Stolzit und Malachitlocken, und zusammen mit dieser zweiten Portion Photos folgenden Bericht geschrieben:

Stolzite (die echten, bis 2 mm), Malachitlocken, Cornwalliträdchen (nicht im Bild), Zeunerit/Torbernit (nicht im Bild), Cuprotungstit pseudo nach Scheelit (eingwachsen), Kuriosum: Fahlerz oben wird von Arsenkies auf unterem gestützt, Arsenkiese (nicht im Bild), ex Skorodite mit Dussertit (paragenetisch möglich, aber EDX möchte ich noch machen, nicht im Bilde), Azurite (nicht im Bilde), real Skorodite als weiße Kügelchen (nicht im Bilde, Fund von Bekannter), etwas Bleibraytparagenese (Bayldonit, nicht im Bilde), nette noch echte Sellaite (nicht im Bilde), Sellait-Rotgesteinparagenese (...da gab es doch ein paar interessante Mineralien... mit Ca, Mg und Sr,(HaHa)), leider kein Rotgültig bis dato im Material gefunden, Cuprite (nicht im Bilde; Fund von Bekannter), ... noch etliches in meinen Roheimer.
Auf Drängen (kindisch!) etlicher Leute (Mail, Anrufe), die Wissen wollten was da nun abgeht diese Kurzzusammenfassung. ( ich habe ja sonst nix anderes zu tun!). Auf genaue paragenetische Zusammenhänge verzichte ich hier. Genauso Fundplätze auf Halde, da alles Querebeet eh ist. Fundzeiten für mich: am Do 5 h und am Sa (wegen doch viel Regen) 4 h da gewesen.

Wenn jetzt einer echt meint es gibt nix da zu finden, hat entweder ... (die weiteren Zeilen zensiere ich für mich selber). Also unterstüzt bitte die Fam. Kovac und mosert nicht gleich rum wenn ihr die Trüffel oder Brosamen nicht gleich findet. Nur leider gab es von Sammler(n) seit Öffnung am Di (!) schon sehr blöde Bemerkungen, wie "Geld zurück für den Mist" oder es soll gefälligst gleich neues Material kommen. Das selbe gab es auch vermehrt die letzten Jahre. Alles für mich unterste Schublade.

Die Mineralienhalde ist was einmaliges in der Welt.
So zum Gruße
Richard

Newsletter No 190 vom 01.06.2020

Liebe Leute im Verteiler des Newsletter. Ich habe gerade einen Bericht von vergangener Woche erhalten, den ich Euch gerne weitergebe.
Herzlichen Dank an dieser Stelle an Hans-Peter Maaßen, von dem dieser Bericht stammt:

Exkursion zur Sammelhalde in der Zeit vom 25.5.-30.5.2020

Hallo Clarafans,
hier der Fundbericht von Wolfgang Allwicher, H.P. Maaßen und Thomas Noll. Beschrieben werden nur aufgefundene Mineralien in Sammelqualität. !! besondere Stufen.

Von Montags bis Mittwoch waren die Funde rar , da die Fluorithalde sehr sandig und ohne interessante Vererzung war. In der Diagonalhalde wurden nur die gängigen Karbonate gefunden.
Die Barythalde enthielt viele Brocken mit reiner Kupfervererzung=Malachit, allerdings wenig ausgebildet.
Bemerkenswert war ein kleiner Brocken, der mit schlierigem Scheelit und begleitendem Cuprotungstit durchzogen war. Diesen Brocken, ohne sichtbarem Ferberit, habe ich komplett geborgen und noch nicht weiterverarbeitet. Ein ähnlicher Fund gelang auch Volker Draxler. Ab Donnerstag veredelte sich das Material etwas, oder wir haben die wenigen edlen Vererzungen erwischt, die sich mit Arsenkies tlw. auf Kupferkies ankündigten.
Gängige Mineralien, Olivenit!! und Cornwallit!! wurden in großen Stufen in hervorragender Ausbildung gefunden, daneben schöne xx Connellit und xx grünr Bario. Eine grosse Stufe mit einem blauen Mineral der Crandallitgruppe wurde von Thomas sichergestellt. Erstaunlich war bei einzelnen Stücken der hohe Bleigehalt. Mim/Pyr !! in sehr guter Ausbildung und Cerussit waren die Ausbeute. Wolfgang fand einen verirrten Brocken im Fluorit, der erstaunlich kristallisiert war. In einer Druse vereinten sich Connellit und gediegen Silber und in Nebendrusen fanden sich Aggregate von Silberbäumchen, die dick mit Chlorargyrit !! ummantelt waren. Als Clou waren in zahlreichen kleinen xx von Fluorit Pyrargyrit/Proustitkörnchen in großer Menge eingewachsen.
Außerdem wurde ein noch nicht identifiziertes braunes stengeliges Mineral mit weisser Corona gefunden.
Auf der Silberspathalde habe ich von Do.-Sa. 5 Silberstufen, tlw. gut auskristallisiert bergen können.
Außerdem haben wir einen riesen Brocken aufgemacht, der nur eine zentimetergrossen silberhaltigen Kern von Chrysokoll enthielt. In den darunter aufgegangenen Kavernen konnte ich vier Stücke mit Chlorargyrit finden. Selbstverständlich werden das unbekannte Mineral und die Chlorarg. noch untersucht. Wenn sich noch etwas Interessantes beim Knacken oder bei der Auswertung ergibt, werde ich euch berichten.
Unsere Gruppe hatte ein sehr schöne, sonnige Woche auf der Sammelhalde und danach bei der durstigen Nachbetrachtung unter dem Mikroskop.

Herzliche Grüße
H.P.